Die Energiequelle Netzhoppers Königs Wusterhausen müssen kurz vor dem Saisonstart einen personellen Rückschlag hinnehmen. Der Wechsel des kanadischen Mittelblockers Dax Tompkins, der von den VolleyGoats Mitteldeutschland nach Brandenburg kommen sollte, ist geplatzt. Der 24-Jährige wird in der kommenden Saison doch nicht für die Netzhoppers auflaufen.
Der Verein gab die Trennung in den sozialen Medien bekannt, nannte dabei aber keine konkreten Hintergründe. Dort heißt es lediglich:
Dax Tompkins hat seinen Vertrag einvernehmlich mit den Energiequelle Netzhoppers aus privaten Gründen für die kommende Saison aufgelöst. Wir wünschen ihm viel Kraft und alles Gute für die Zukunft! 🙏🏼“
Was genau hinter der Entscheidung steckt, ist nicht bekannt. Entsprechend ist derzeit auch unklar, ob Tompkins in der kommenden Saison überhaupt für einen anderen Verein spielen wird oder zunächst eine Pause einlegt.
Schwere persönliche Schicksalsschläge
Tompkins musste in der Vergangenheit bereits einen schweren persönlichen Verlust verkraften. Im Jahr 2024 verlor der Kanadier seine Mutter an den Folgen von Suchtproblemen und psychischen Erkrankungen. Anschließend startete er eine Crowdfunding-Aktion zugunsten der Canadian Mental Health Association, um auf das Thema aufmerksam zu machen und Spenden für die Unterstützung Betroffener zu sammeln. Dabei kamen mehrere tausend Dollar zusammen.
Ob der aktuelle Rückzug mit dieser persönlichen Geschichte zusammenhängt, lässt sich allerdings nicht sagen. Der Verein und der Spieler machten hierzu keine weiteren Angaben.
Netzhoppers müssen noch einmal nachlegen
Sportlich hinterlässt der Ausfall von Tompkins eine Lücke im Mittelblock. Zwar bleibt mit Ben Breiter ein Spieler auf dieser Position erhalten, zudem verpflichteten die Netzhoppers Maximilian König vom SSC Karlsruhe sowie Richard Balz aus der eigenen zweiten Mannschaft. Gleichzeitig wechselten Carl Möller (Giesen) und Caleb Libscomp (Ludwigsburg) innerhalb der Liga.
Die Netzhoppers werden auf den geplatzten Transfer jedoch reagieren. Geschäftsführer Dirk Westphal bestätigte gegenüber Volleyball Insider bereits, dass zeitnah eine Neuverpflichtung verkündet wird.
Vielversprechender Kader trotz Rückschlag
Trotz des geplatzten Transfers präsentiert sich der Kader der Netzhoppers weiterhin vielversprechend. Mit Theo Timmermann, Hannes Gerken, Tim Türpe und Sean Hüttig konnte der Verein mehrere wichtige Spieler halten.
Besonders viel Erfahrung bringt zudem Denis Kaliberda mit, der von den WWK Volleys Herrsching nach Königs Wusterhausen zurückkehrt. Für zusätzliche Spannung sorgt außerdem der neue Diagonalangreifer Kristoffer Brisgaard, der zuletzt in der französischen Liga spielte.
Auch auf der Trainerbank gibt es neue Impulse. Trainer Constant Tchouassi arbeitete zuvor beim französischen Erstligisten AS Cannes bereits mit Theo Mohwinkel und Xander Ketrzynski zusammen.
Der unerwartete Abschied von Dax Tompkins verändert die Kaderplanung zwar noch einmal, insgesamt gehen die Netzhoppers aber weiterhin mit einer Mannschaft in die Saison, die das Potenzial besitzt, eine gute Rolle in der Volleyball Bundesliga zu spielen. Spannend wird nun sein, ob dem Verein in den kommenden Wochen noch eine passende Verstärkung für den Mittelblock gelingt.
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