Nach geplatztem Borken-Comeback: Yina Liu wechselt auf die Trainerbank

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Yina Liu kehrt zum Moerser SC zurück. Die ehemalige Bundesligaspielerin wird Co-Trainerin der ersten Herrenmannschaft und schreibt damit ein neues Kapitel ihrer Volleyballgeschichte – dort, wo einst alles begann. Gleichzeitig erhält ihre aktive Spielerkarriere damit einen Dämpfer.

Yina Liu ist zurück beim Moerser SC. Die 29-Jährige übernimmt künftig die Rolle der Co-Trainerin bei der ersten Herrenmannschaft und kehrt damit zu dem Verein zurück, bei dem sie ihre ersten Schritte im Volleyball machte.

In Moers begann Lius Volleyballkarriere. 2012 wurde sie mit dem MSC westdeutsche U16-Meisterin, anschließend führte ihr Weg über den VC Essen-Borbeck zu den Skurios Volleys Borken. Dort spielte sie von 2016 bis 2022 und gewann zweimal die Meisterschaft in der 2. Bundesliga Nord. Zu einer Rückkehr nach Borken sollte es in diesem Jahr allerdings nicht kommen.

Vom Spielfeld an die Seitenlinie

Mit dem Wechsel zum MSC beginnt für Liu ein neuer Abschnitt ihrer Volleyballkarriere, allerdings in einer neuen Rolle. Statt selbst als Zuspielerin auf dem Feld zu stehen, wird sie künftig ihr Wissen und ihre Erfahrung auf der Trainerbank an die Spieler der ersten Herrenmannschaft weitergeben.

Für ihre aktive Karriere ist das zumindest zunächst ein Rückschritt. Noch vor wenigen Monaten tat sich die Möglichkeit auf, als Stammzuspielerin beim Borkener Bundesligisten zu agieren, nun findet sich Liu auf der anderen Seite des Spielfelds wieder. Ob und wann sie noch einmal als Spielerin zurückkehrt, bleibt offen.

Dass sie für ihre neue Aufgabe ausgerechnet nach Moers zurückkehrt, ist dabei mehr als nur eine sportliche Personalie. Denn der Verein ist eng mit ihrer eigenen Geschichte verbunden.

Noch stärker wird diese Verbindung durch ihre Familie: Lius Vater Chang Cheng Liu prägte den Moerser SC über viele Jahre als Spieler und Trainer. Der Name Liu ist deshalb seit Jahrzehnten eng mit dem Verein verbunden.

Chang Cheng Liu steht aktuell krankheitsbedingt vor einer persönlichen Herausforderung und kann seine Aufgabe als Cheftrainer des Moerser SC derzeit nicht wie gewohnt wahrnehmen. Mit Thomaz Santos wurde bereits ein Nachfolger auf der Cheftrainer-Position gefunden.

Nach dem geplatzten Borken-Comeback

Noch im Frühjahr hatte vieles darauf hingedeutet, dass Liu ihre Karriere bei den Skurios Volleys Borken fortsetzen würde. Wie bereits berichtet, war nach dem zunächst angekündigten Comeback jedoch schnell wieder Schluss. Inzwischen hat Borken Zuspielerin Antonia Greskamp von Schwarz-Weiß Erfurt verpflichtet.

Borken hatte Liu dabei verschiedene Möglichkeiten für einen längerfristigen Verbleib im Verein angeboten. Unter anderem einen schrittweisen Wiedereinstieg über die Regionalligamannschaft sowie eine Einbindung in die Nachwuchsarbeit und Unterstützung auf dem Weg zum Trainerschein. Liu entschied sich letztlich gegen diesen Weg.

Damit stand Liu allerdings zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt ohne Verein da. Ein Großteil des Transfermarkts war zu diesem Zeitpunkt bereits abgearbeitet, sodass kurzfristig offenbar kein passender Klub mehr zur Verfügung stand, der eine Zuspielerin auf ihrem Niveau suchte.

Ganz abgeschlossen muss das Kapitel als Spielerin deshalb aber noch nicht sein. Gerade während der Saison kann sich auf dem Transfermarkt noch etwas bewegen, wenn sich beispielsweise durch Verletzungen oder personelle Veränderungen kurzfristig Bedarf bei einem Verein ergibt.

Vorerst führt Lius Weg jedoch nicht zurück aufs Spielfeld, sondern auf die Trainerbank – wo ihre Volleyballgeschichte einst begonnen hat: zum Moerser SC.

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