Wegen Top-Leistungen bei VNL: Jackson Howe verlässt die SVG doch noch

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Eigentlich schien bei der SVG Lüenburg für die kommende Saison alles geklärt – inklusive einer verlängerten Zusammenarbeit mit Jackson Howe. Jetzt kommt es doch anders: Der Mittelblocker verlässt die LüneHünen und wechselt zu einem Klub mit prall gefüllter Titelvitrine.

Die Ironie der eigenen Prognose

Howes Vertrag war eigentlich um ein weiteres Jahr verlängert worden – eine Personalie, die Cheftrainer Stefan Hübner damals sichtlich freute. Seine Hoffnung von damals: „Ich hoffe, dass er auch im kanadischen Nationalteam noch eine Chance bekommt“, sagte Hübner seinerzeit über seinen Schützling. Nun ist genau das eingetreten – und wurde dem Klub am Ende zum Verhängnis, denn die starken Auftritte im Nationaltrikot weckten Begehrlichkeiten, denen sich die SVG nun nicht entziehen konnte.

„Er hat mich angerufen, das war ihm persönlich wichtig“, schildert Hübner, wie er von der Entscheidung erfuhr. Wohin es den 28-jährigen Kanadier zieht soll jedoch erst in den kommenden Tagen veröffentlicht werden. Trotz des Verlusts zeigt der Coach Verständnis: „Er hat lange überlegt, aber was sich jetzt ergibt, war ein Traum für ihn.“

Top-Blocker der laufenden VNL

Wie schwer der Abgang wiegt, zeigt ein Blick auf die aktuelle VNL-Statistik: Mit 33 Blocks führt Howe das Ranking der besten Blocker mit deutlichem Abstand an. Der Ukrainer Yurii Semeniuk liegt mit 22 Blocks erst auf Platz zwei.

Jackson Howe ist in Top-Form bei der kanadischen Nationalmannschaft.
Jackson Howe ist in Top-Form bei der kanadischen Nationalmannschaft. Foto: Volleyball World

Hübner kennt die Mechanismen des Marktes und kann wenig dagegen ausrichten: „Angesichts der Regularien können wir da wenig machen.“ Schon in der Vergangenheit musste die SVG Spieler ziehen lassen, die eigentlich fest eingeplant waren. „Schade, das ist schwierig für uns und schwer, diesen Abgang adäquat zu ersetzen. Da nützt dann auch das Geld nicht viel, um noch auf dem Transfermarkt tätig zu werden. Und man braucht ja nicht nur einen guten Mittelblocker, sondern auch jemanden, der gut ins System und die Teamkultur passt.“

Nachfolger unbekannt – aber ein Präzedenzfall macht Hoffnung

Wer Howe ersetzen soll, ist derzeit offen. Dass die SVG auch kurzfristig reagieren kann, hat sie allerdings erst vor einem Jahr bewiesen: Damals rückte ausgerechnet Howe selbst nach dem längeren Ausfall von Shane Holdaway nach und wechselte kurzfristig vom französischen Erstligisten Poitiers nach Lüneburg. Hübner lässt durchblicken, dass man diesmal nicht bei null anfängt. Details zum neuen Mittelblocker sollen bald folgen.

Zukunft von Ex-Lüneburgern bekannt

Howe ist nicht der einzige Spieler, der die SVG nach dem Pokalsieg und der Vizemeisterschaft verlassen wird. Ex-Libero Sho Takahashi hat mittlerweile einen Vertrag in der griechischen Liga bei Panionios unterschrieben. Joscha Kunstmann verschlägt es in die italienische Liga nach Padua, genauso wie Ethan Champlin, der zukünftig für Cuneo auflaufen wird. Jesse Elser und Christopher Byam gehen beide zu Fragolad Kagoshima, die trotz einem fünften Platz in der zweiten japanischen Liga in der ersten SV.League antreten werden. Neo Laumann bleibt der Bundesliga erhalten und möchte erster Zuspieler bei den Volley Goats werden. Für Axel Larsen geht es nach Belgien zu Tectum Achel.

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