Drei Härtetests für die EM – Mit Grozer und Karlitzek nach Italien

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Für die deutsche Volleyball-Nationalmannschaft der Männer geht die Vorbereitung auf die Europameisterschaft in die entscheidende Phase. Gut zwei Wochen vor dem ersten EM-Spiel wartet auf das Team von Bundestrainer Massimo Botti ein hochkarätig besetztes Vorbereitungsturnier in Italien. Innerhalb von vier Tagen trifft die DVV-Auswahl auf Italien, Kuba und Brasilien.

Der „FIPAV Cup Men Elite“ wird vom italienischen Verband regelmäßig als Vorbereitungsturnier vor großen internationalen Wettbewerben ausgetragen. Bereits im vergangenen Jahr nahm die deutsche Mannschaft vor der Weltmeisterschaft an der Veranstaltung teil. Damals wurde in Turin gespielt, diesmal geht es nach Süditalien.

Nach einer Trainingswoche in Kienbaum reiste die Mannschaft am Montag nach Reggio Calabria. Dort stehen am Mittwoch und Donnerstag die ersten beiden Partien gegen Italien und Kuba auf dem Programm. Nach dem spielfreien Freitag und dem Transfer nach Messina folgt am Samstag der Abschluss gegen Brasilien.

Italien mit Michieletto und Giannelli

Zum Auftakt wartet direkt der Europameister und zweifache Weltmeister Italien. Die Gastgeber treten mit einem nahezu vollständigen Aufgebot an. Mit dabei sind unter anderem Zuspieler Simone Giannelli, Außenangreifer Daniele Lavia und Diagonalangreifer Kamil Rychlicki.

Besonders im Fokus steht Alessandro Michieletto. Der italienische Außenangreifer aus Trento hat seit Januar kein Spiel mehr bestritten. Nun soll der 24-Jährige offenbar langsam wieder an die Mannschaft herangeführt werden.

Drei Rückkehrer im deutschen Aufgebot

Bundestrainer Massimo Botti hat für das Turnier drei Spieler zurück in den Kader geholt, die in der diesjährigen Nations League bislang nicht zum Einsatz kamen. Neben Rückkehrer Johannes Tille gehört auch Moritz Karlitzek wieder zum Aufgebot des deutschen Teams. Von Rücktrittsgedanken also glücklicherweise keine Spur.

Auch Georg Grozer ist wieder Teil des Teams, auf den eine besondere Rolle zukommen dürfte. Der 41-Jährige ist der einzige nominelle Diagonalangreifer im deutschen Kader. Filip John wird bei der Europameisterschaft nicht dabei sein. Er befindet sich bereits mit Bob Ranners Mannschaft in Japan in der Vorbereitung.

Unklar ist hingegen, weshalb Diagonalangreifer Yann Böhme außen vor geblieben ist. Möglicherweise plant Botti tatsächlich nur mit Grozer bei der EM. Im Ernstfall könnte das Team dann auch ohne etatmäßigen Diagonalangreifer spielen, was bei der Volleyball Nations League schon mehrfach getestet wurde.

Für Johannes Tille muss dagegen Zuspieler Eric Burggräf weichen. Mittelblocker Lukas Maase, der noch im vorläufigen EM-Kader auftauchte, ist hingegen nicht dabei.

Der Kader für das Turnier:

Zuspiel: Johannes Tille, Jan Zimmermann
Außenangriff: Moritz Reichert, Moritz Karlitzek, Tim Peter, Tobias Brand, Theo Mohwinkel, Erik Röhrs
Mittelblock: Anton Brehme, Florian Krage-Brewitz, Tobias Krick, Simon Torwie
Diagonalangriff: Georg Grozer
Libero: Leonard Graven, Ruben Schott

Nur 14 Spieler dürfen mit zur EM

Sollte der aktuelle Kader in dieser Form auch das Aufgebot für die Europameisterschaft bilden, müsste allerdings noch ein Spieler gestrichen werden. Für die EM dürfen maximal 14 Spieler nominiert werden.

Deutschlands Spielplan beim FIPAV Cup Men Elite:

  • 26. August, 21 Uhr: Italien – Deutschland
  • 27. August, 20 Uhr: Deutschland – Kuba
  • 29. August, 20 Uhr: Deutschland – Brasilien

Die Partien werden leider ausschließlich in Italien übertragen.

Nach dem Turnier geht es für die deutsche Mannschaft am Sonntag zurück nach Deutschland. Anschließend haben die Spieler noch einmal einige freie Tage, ehe am 3. September das nächste Trainingslager in Kienbaum beginnt. Zum Abschluss der EM-Vorbereitung stehen am 4. und 5. September in Potsdam noch zwei Testspiele gegen die Niederlande auf dem Programm.

Dann dürfte auch die Frage nach dem endgültigen EM-Kader beantwortet sein. Viel Zeit bleibt anschließend nicht mehr: Am 10. September beginnt für Deutschland mit dem Duell gegen die Türkei die Europameisterschaft.

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