Volleyball-EM der Frauen gestartet: Stuttgarts Fricova mit Frust – Ilieva performt

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Der erste Spieltag der Volleyball-Europameisterschaft der Frauen ist absolviert und die großen Favoriten sind ohne größere Probleme ins Turnier gestartet. Während Frankreich, Italien, die Türkei und Serbien jeweils souveräne Siege feierten, sorgte Bulgarien für eine erste kleine Überraschung.

Wahrlich keinen guten Start erwischten die Slowakinnen mit der Stuttgarterin Karolina Fricova und der Suhlerin Lucia Herdova. Im Eröffnungsspiel gegen Frankreich lief nur wenig zusammen. Besonders Kapitänin Fricova bekam ihre Angriffsquote von gerade einmal 17 Prozent nicht in den Griff und wurde deshalb im dritten Satz ausgewechselt. Herdova bekam ab dem zweiten Durchgang ihre Chance und blieb bis zum Ende auf dem Feld. Insgesamt waren der Aufschlagdruck und die starke Blockpräsenz der Französinnen jedoch zu groß, sodass sich Frankreichsouverän mit 3:0 durchsetzte.

Bei den Österreicherinnen war von vornherein klar, dass sie gegen Serbien als Underdog ins Spiel gehen würden. Im dritten Satz bäumte sich Österreich noch einmal auf, konnte die 0:3-Niederlage gegen Boskovic & Co. jedoch nicht verhindern.

Italien mit Kantersieg – Antropova auf ungewohnter Position

Gleich einstellig wurde es im ersten Satz zwischen Italien und Kroatien: Mit 25:9 holte sich der Favorit den Auftaktdurchgang. Im dritten Satz hatte Kroatien dann sogar ernsthafte Chancen, doch Italien stabilisierte sich wieder und setzte sich letztlich souverän mit 3:0 durch. Aufgrund von Verletzungsproblemen wird Ekaterina Antropova über die EM hinweg als Außenangreiferin anstelle ihrer gewohnten Position im Diagonalangriff aushelfen. Sie machte zwar drei Annahmefehler, doch dafür auch 21 Punkte.

Italien mit einem souveränen Start ins EM-Turnier. Foto: CEV
Italien mit einem souveränen Start ins EM-Turnier. Foto: CEV

Vor heimischem Publikum durfte Aserbaidschan die EM gegen Portugal eröffnen und feierte dabei direkt einen 3:1-Sieg. Einen kleinen Wermutstropfen gab es zusätzlich aus portugiesischer Sicht: Margarida Maia knickte unglücklich auf dem Fuß ihrer Mitspielerin um und musste zunächst ausgewechselt werden. Bereits im nächsten Satz stand sie allerdings wieder auf dem Feld. Zudem konnte die Neu-Vilsbiburgerin Amanda Cavalcante elf Punkte zum portugiesischen Ergebnis beisteuern.

Bulgarien überrascht gegen Ukraine

Etwas überraschend starteten die Bulgarinnen mit einem glatten 3:0-Sieg gegen die Ukraine ins Turnier. Während es die Ukrainerinnen in der VNL gleich in ihrem ersten Jahr bis in die Playoffs geschafft hatten, stieg Bulgarien aus dem Wettbewerb ab. Zum EM-Auftakt zeigte sich jedoch ein anderes Bild. Gerade die Aachenerin Tsvetelina Ilieva, die gegen Ende der VNL keine große Rolle gespielt hatte, stach mit 13 Punkten positiv hervor. Diagonalangreiferin Anna Artyshuk, zuletzt beim SSC Palmberg Schwerin unter Vertrag, kam dagegen nur auf neun Zähler.

Aachens Tsvetelina Ilieva zeigte eine starke Leistung gegen die Ukraine. Foto: CEV
Aachens Tsvetelina Ilieva zeigte eine starke Leistung gegen die Ukraine. Foto: CEV

Schweden feiert vor voller Halle

Ganz unaufgeregt absolvierten die Schwedinnen ihr erstes EM-Spiel gegen Montenegro. In Göteborg wurden sie dabei von einer vollen Halle sowie der schwedischen Männer-Nationalmannschaft auf der Tribüne angefeuert. Zuspielerin Vilma Julevik, die künftig für die Hamburger Volksbank Volleys ans Netz gehen wird, durfte durchgehend spielen und verteilte reichlich Bälle auf Schwedens Topstar Isabelle Haak, die gleich 30 davon verwandelte.

Die Türkinnen wurden ihrer Favoritenrolle ebenfalls gerecht und gewannen mit 3:0 gegen Lettland. Die Lettinnen erzielten dabei in keinem Satz mehr als 17 Punkte. Beste Scorerin Lettlands war Marta Levinska, die 13 der insgesamt 34 Punkte ihres Teams beisteuerte.

Starker EM-Auftakt für Tschechien

Bei den Tschechinnen standen Monika Brancuska, die früher für den VfB Suhl auflief, und Helena Grozer von Beginn an auf dem Feld. Beide zeigten beim 3:1-Erfolg vor heimischem Publikum in Brünn eine starke Leistung. Am auffälligsten war jedoch die tschechische Mittelblockerin Ela Koulisiani. Sie sammelte gleich fünf Blocks und damit beinahe so viele wie die gesamte griechische Mannschaft, die es im Vergleich auf sechs Blockpunkte brachte.

Monika Brancuska mit 23 Punkten für Tschechien. Foto: CEV
Monika Brancuska mit 23 Punkten für Tschechien. Foto: CEV

Das deutsche Team darf am Samstag um 15 Uhr gegen Slowenien ins Turnier starten. Einen Livestream gibt es auf sporteurope.tv.

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