Olympiasieger Anders Mol wagt einen ungewöhnlichen Schritt: Der Norweger, der bislang zu den besten Beachvolleyballern der Welt zählte, wechselt ab der Saison 2026/2027 in die Halle. Wie der italienische Erstligist Rana Verona bekanntgab, wird der 29-jährige künftig in der italienischen SuperLega auflaufen und komplettiert damit den Kader des Vereins für die kommende Saison.
Eine beeindruckende Bilanz vom Sand
Mol, geboren 1997 im norwegischen Stord, gehört zu den erfolgreichsten Beachvolleyballspielern der Gegenwart. Gemeinsam mit seinem langjährigen Partner Christian Sørum gewann er 2020 die Goldmedaille bei den Olympischen Spielen in Tokio sowie 2024 in Paris die Bronzemedaille. 2022 wurde das Duo in Rom Weltmeister, 2019 in Hamburg holte es WM-Bronze. Hinzu kommen vier aufeinanderfolgende Europameistertitel zwischen 2018 und 2021.
„Eine spannende Chance in einem völlig neuen Umfeld“
Für seinen Wechsel nennt Mol sportliche Gründe. Er habe sich für Rana Verona entschieden, weil er dort einen Verein mit klaren und ambitionierten Zielen gefunden habe, erklärte der Norweger laut Vereinsmitteilung. Der Schritt in die Halle sei eine Chance, sich in einem völlig neuen Umfeld weiterhin auf höchstem Niveau zu beweisen.

Auch auf Instagram äußerte sich Mol zu seinem Wechsel. Er sei dankbar für die Chance, sich in einer neuen Umgebung weiterzuentwickeln, und freue sich darauf, von einigen der besten Spielern und Trainern der Welt zu lernen. Der Wechsel sei eine Herausforderung, wie er sie zuvor noch nicht erlebt habe und vermutlich die erste und einzige Möglichkeit dieser Art. Er wird auf der Diagonalposition neben dem Österreicher Paul Buchegger eingesetzt.
Verona-Sportdirektor Adi Lami zeigte sich von der Verpflichtung überzeugt: Mit Mol komme ein außergewöhnlicher Champion ins Team, der es gewohnt sei, auf höchstem internationalem Niveau zu konkurrieren und zu gewinnen. Sein Beitrag werde sowohl technisch als auch für den Zusammenhalt der Mannschaft von unschätzbarem Wert sein, so Lami.
Kein endgültiger Abschied vom Sand
Trotz des Wechsels in die Halle betont Mol, dass es sich nicht um einen Abschied vom Beachvolleyball handelt. Vor dem Start seines Engagements bei Rana Verona will er die laufende Beach-Saison mit Partner Christian Sørum noch zu Ende bringen – mit Stationen in Hamburg, bei der Europameisterschaft sowie beim Turnier in Montreal. Das gemeinsame Ziel, olympisches Gold 2028 in Los Angeles, bleibe unverändert bestehen. Die gesammelten Erfahrungen aus der Halle, so Mol, würden ihn auch im Sand weiter voranbringen.
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