„Das ist wie Wimbledon nach Kleinkleckersdorf zu verschieben“ – Frank Mackerodt im Interview

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Frank Mackerodt hat Beachvolleyball in Deutschland groß gemacht – von leeren Schwimmbad-Turnieren mit T-Shirts als Siegprämie bis zur Techniker Beach Tour, die jahrelang das Aushängeschild der Sportart war. In der neuen Podcast-Folge blickt er auf sein Sportlerleben zurück, das mit Hallenvolleyball beim HSV begann, ihn viermal zum deutschen Meister und über 111-mal ins Nationaltrikot brachte – bevor er als Veranstalter eine ganze Sportart in Deutschland etabliert hat.

Vom Torschützenkönig zum Bundesliga-Kapitän mit 15

Mit 15 Jahren stand Mackerodt vor der Entscheidung zwischen einer Fußball-Leistungsklasse und seinem ersten Bundesliga-Vertrag im Volleyball – ohne, wie er selbst sagt, „auch nur ansatzweise Kreisliganiveau“. Wie aus dem Siebtligaspieler wenige Jahre später ein Kapitän wurde, der mit dem HSV vier Meisterschaften in Folge holte, erzählt er mit vielen Details, die selbst eingefleischte Volleyballfans überraschen dürften.

Wie aus einem Zufall eine ganze Sportart entstand

Dass er überhaupt zum Beachvolleyball kam, war laut eigener Aussage „wie immer in meinem Leben“ reiner Zufall. Über einen Trip nach Kalifornien, ein NDR-Kamerateam und einen Verband, der zunächst gar nicht wusste, dass es Beachvolleyball überhaupt gibt, entwickelte sich daraus die Deutsche Beach Tour mit Timmendorfer Strand als Herzstück. Mackerodt erzählt, wie er sich die Vermarktungsrechte kaufte, warum bewusst kein Eintritt genommen wurde und wie eine Insolvenz 2003 nach einer Fehlinvestition in ein Aquarium auf Sylt fast das Ende bedeutet hätte.

Der Bruch mit dem Verband und ein bitterer Verdacht

Besonders offen wird Mackerodt, wenn es um das Ende seiner Ära geht: die Rolle der Techniker Krankenkasse als langjähriger Titelsponsor, ein Gespräch, das nie zu einem Angebot führte, und Gerüchte über angebliche Unregelmäßigkeiten, die er bis heute nicht nachvollziehen kann. Seitdem hält er sich bewusst aus der Szene heraus.

„Ich kriege heutzutage gar nichts mehr von der Beach Tour mit“

Und genau deshalb wird es interessant, wenn er nach der aktuellen deutschen Tour gefragt wird: Seine Einschätzung zur medialen Sichtbarkeit außerhalb der Szene und der Vergleich mit den eigenen Erfahrungen aus über 20 Jahren Pressearbeit fällt ziemlich unverblümt aus.

Noch deutlicher wird er beim Thema Deutsche Meisterschaft: Dass diese nach Jahrzehnten in Timmendorf nun erstmals nach Dortmund verlegt wird kann er nicht nachvollziehen und macht daher einen Wimbledon-Vergleich, dass man auch nicht nach „Kleinkleckersdorf“ verschieben würde.

Beach Soccer, elf Operationen und ein neuer Anfang

Nach seiner Zeit im Beachvolleyball hat Mackerodt sogar eine Umschulung zum Rewe-Kaufmann gemacht, bevor der DFB ihn für ein neues Projekt gewann. Wie er nach einer schweren gesundheitlichen Krise – mit elf Operationen innerhalb eines halben Jahres – zurück ins Eventgeschäft gefunden hat und was er sich für Beach Soccer in Deutschland vorstellt, ist der letzte große Bogen der Folge.

Die ganze Folge mit Frank Mackerodt gibt es hier zu hören:

Oder in der Podcast-App deiner Wahl.

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