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Alle Infos zur neuen Volleyball-Liga in den USA

Die USA bringt immer wieder starke Volleyballspieler*innen hervor. Jedoch existiert dort bis dato keine richtige Volleyball-Liga. Zwar ist der College-Volleyball gut besucht und kann sich auch über große mediale Reichweiten freuen, wie jüngst beim Weltrekord in Nebraska. Dennoch gehen viele US-amerikanische Spieler*innen nach dem College ins Ausland, um ihren Sport als Profi durchführen zu können. Dies soll sich nun ändern.

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Pro Volleyball Federation steht in den Startlöchern

Schon am 24. Januar 2024 (US-Zeitzone) wird die Pro Volleyball Federation mit einer Volleyball-Liga an den Start gehen. Sie wird aber zunächst nur für Frauen organisiert und mit sieben Teams starten, die jeweils einen Kader von 14 Spielerinnen umfassen. Zur nächsten Saison möchte man den Wettbewerb jedoch mit mindestens drei weiteren Teams erweitern.

Das Eröffnungsspiel machen die Omaha Supernovas und Atlanta Vibes unter sich aus. Das Spiel findet am 25. Januar um 2 Uhr morgens statt. Zum Livestream geht’s hier.

Nach insgeamt 16 Spieltagen findet dann vom 16. bis 19. Mai dann ein Championship Weekend statt, in dem die Meisterinnen ermittelt werden. Die Volleybälle stellt Hersteller Franklin* für die nächsten Jahre zur Verfügung, welcher alle Voraussetzungen der FIVB erfüllt.

Die Spielerinnen Kylie (Pickrell) Cole und Tori (Dilfer) Stringer (rechts) mit dem Volleyball von Franklin*.

Weitere Spiele der Liga sollen von dem TV- und Livestreaming-Partner CBS Sports übertragen werden. Die Partnerschaft wurde für mehrere Jahre geschlossen. Dabei sollen auch mindestens drei Spiele in der Woche im TV-Kanal übertragen werden. Darüber hinaus wird es kostenlose Livestreams über „Bally Live“ und „Watch stadium“ geben. Hier geht’s zum Spielplan.

Das Gehalt der Spielerinnen soll im ersten Jahr mindestens 60.000 US-Dollar betragen (umgerechnet ca. 57.121 Euro) und damit vergleichbar mit denen der WNBA sein (Frauen-Basketball-Liga).

Die Kader der Teams stehen schon fest. Zu den Spielerinnen gehören die deutsche Nationalspielerin Vanessa Agbortabi (Orlando Valkyries) sowie Saskia Hippe (Vegas Thrill). Agbortabi startet mit ihrem Team bereits am Samstagmorgen (1 Uhr deutscher Zeit) gegen Atlanta. Hippe darf am Mittwoch zu Hause gegen Omaha ran.

Aber auch weitere namhafte Größen wie Jenna Rosenthal (Columbus Fury), Sarah Sponcil (Grand Rapids Rise), Bethania De La Cruz, Anna Church (beide Omaha Supernova) und Nootsara Tomkom (San Diego Mojo) spielen in der neuen Liga.

Vanessa Agbortabi offiziell bei den Orlando Valkyries. Foto: Orlando Valkyries

Update: Agbortabi doch nicht bei Orlando

Die US-Liga ist bereits in vollem Gange, allerdings ohne Vanessa Agbortabi. Sie spielt nach wie vor in Griechenland für Ilisiakos. Auf der Webseite von Orlando wird sie im Kader noch aufgeführt. Weshalb ein Vertrag bisher nicht zustande kam, wurde aber nicht kommuniziert.

Namhafte Investoren

Zum Investorenkeis zählen namhafte Prominente, wie zum Beispiel Sänger Jason Derulo und American-Football-Spieler Joe Burrow. Gegründet wurde die Liga im November 2022 von Dave Whinham und Stephen Evans, welche die Frauen-Volleyball bereits seit einigen Jahren im Auge hatten.

Alle Teams der Pro Volleyball Federation:

  • Atlanta Vibe
  • Columbus Fury
  • Grand Rapids Rise
  • Omaha Supernovas
  • Orlando Valkyries
  • San Diego Mojo
  • Las Vegas Thrill

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League One Volleyball-Liga im Anmarsch

Doch bei dieser Liga soll es nicht bleiben. Mit League One Volleyball (kurz „LOVB„, gesprochen „love“) arbeitet bereits seit 2020 eine weitere Liga daran, einen professionellen Volleyball-Wettbewerb für Frauen zu gründen. Hierfür ist der Start im November 2024 geplant. Auch hier stehen finanzstarke Investoren wie Kevin Durant und Billie Jean King dahinter. Weiterhin gehört die US-amerikanische Zuspielerin Jordyn Poulter zum Investorenkreis. Insgesamt wurden nach der zweiten Finanzierungsrunde 35 Millionen US-Dollar eingesammelt. LOVB hat es zudem zuerst geschafft, eine Partnerschaft mit dem Verband USA Volleyball zu schließen. Die deutsche Nationalspielerin Kimberly Drewniok wurde bereits als Neuzugang bekanntgegeben.

Fotos: Pro Volleyball Federation

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