Es ist der Moment, den sich kein Volleyballer wünscht: Beim Aufschlag im ersten Spiel des Finales der französischen Liga kugelt sich Lukas Maase die Schulter aus. Auf dem Feld, vor den Augen seines Trainers, der nur einen Meter entfernt steht. Was danach passiert – die Fahrt ins Krankenhaus, der Kampf gegen die Schmerzen, die Erkenntnis im MRT, dass es „Glück im Unglück“ war – erzählt der Nationalmannschafts-Mittelblocker in aller Offenheit in der neuen Podcast-Folge von Volleyball Insider.
Die EM ist für Maase deshalb kein Thema mehr. Mit den Ärzten hat er längst abgesprochen, dass ein Comeback erst zum Saisonstart im Oktober sinnvoll ist – zu groß wäre das Risiko einer erneuten Auskugelung und damit einer möglichen OP. Warum er trotzdem zur Mannschaft stoßen und den Staff kennenlernen will, obwohl er nicht spielt, erklärt er im Gespräch.
Von der DDR-Halle in Dresden bis zu Olympia in Paris
Dass Maase überhaupt beim Volleyball gelandet ist, war eigentlich Zufall: Seine Mutter wollte ihn zum Basketball anmelden – ihrem eigenen Sport in der DDR-Nationalmannschaft. Nur weil kein Verein in der Nähe Kinder in seinem Alter aufnahm, landete er stattdessen fünf Minuten von zu Hause entfernt in der Volleyballhalle des VC Dresden. Der Rest ist eine Karriere, die ihn über Düren und Friedrichshafen bis in die französische Liga geführt hat.
Paris 2024: „Das emotionalste Spiel, das ich je erlebt habe“
Maase spricht auch offen über die Wochen vor den Olympischen Spielen, die besondere Atmosphäre im Olympischen Dorf und über das Viertelfinale gegen Gastgeber Frankreich, nach dem er so viele erwachsene Männer in der Kabine weinen sah wie nie zuvor. Seine Einschätzung, was nach dem 2:0-Satzführung eigentlich passiert ist, und warum das Erlebnis von Paris die Mannschaft für die Qualifikation zu LA 2028 so sehr antreibt, ist einer der emotionalsten Momente des Gesprächs.
Und dann ist da noch die Sache mit Linus Weber
Zum Schluss bezieht Maase ganz offen Stellung zur öffentlichen Debatte um Linus Webers Aussagen über sein Verhältnis zur Nationalmannschaft – ohne dabei jemandem etwas in die Schuhe zu schieben, aber mit einem sehr persönlichen Blick darauf, was für ihn selbst den Unterschied macht.
Die ganze Folge mit Lukas Maase gibt es jetzt überall dort, wo es Podcasts gibt oder hier auf Spotify:
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