Botti nominiert VNL-Longlist – ohne Tille und Weber

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Neu-Bundestrainer Massimo Botti hat seine Longlist für die kommende Volleyball Nations League veröffentlicht. Insgesamt stehen 30 Spieler im erweiterten Aufgebot der deutschen Männer-Nationalmannschaft. Pro Turnierwoche dürfen daraus jeweils 14 Spieler eingesetzt werden.

Für die DVV-Auswahl beginnt damit die heiße Phase der Vorbereitung auf die erste Saison unter Botti. Bereits seit Anfang Mai trainiert das Team in Kienbaum. Nach der langen Club-Saison erhielten einige Leistungsträger zunächst noch eine Pause, weshalb zu Beginn vor allem viele junge Spieler im Training standen. Auch Botti selbst stieß erst Mitte Mai zur Mannschaft.

Mehrere neue Gesichter im Aufgebot

Neben erfahrenen Nationalspielern wie Jan Zimmermann, Moritz Reichert, Ruben Schott, Tobias Krick und Georg Grozer stehen auch zahlreiche neue Namen auf der Liste.

Mit dabei sind unter anderem Joris Backhaus, Louis Kunstmann, Simon Kohn, Hannes Gerken, Lovis Homberger, Arthur Wehner, Tobias Hosch, Carl Möller, Jannes Wiesner sowie Anselm Rein, die allesamt noch kein A-Länderspiel absolviert haben.

Nicht im Aufgebot stehen dagegen Johannes Tille, der zunächst eine Pause einlegt und erst zur Europameisterschaft zurückkehren soll, sowie Lukas Maase, der aufgrund seiner Schulterverletzung ausfällt. Auch Moritz Karlitzek nimmt sich vorerst eine Auszeit.

Im Vergleich zur Longlist aus dem Vorjahr fehlen zudem Daniel Malescha, Yannick Goralik, Fabian Hosch und Moritz Eckardt.

Weber bleibt weiterhin außen vor

Auch unter Botti wird Linus Weber nicht für die Nationalmannschaft berücksichtigt. Mit dem Trainerwechsel gab es durchaus Hoffnungen, dass Weber wieder für Deutschland auflaufen könnte. Damit verdichten sich die Hinweise, dass die Differenzen womöglich gar nicht primär mit Ex-Bundestrainer Michał Winiarski zusammenhingen, sondern eher zwischen Weber und dem DVV bestehen.

Chef-Bundestrainer Christian Dünnes hatte bereits im Januar erklärt, dass die Bereitschaft vorhanden sein müsse, „den Großteil des Sommers dabei zu sein“. Weber selbst betonte hingegen, dass man sich „in allen wichtigen Punkten einigen“ müsse. Offenbar ist dies weiterhin nicht gelungen.

Spieler wie Tille oder Karlitzek können sich zwar ebenfalls Pausen erlauben, haben in den vergangenen Jahren aber gezeigt, dass sie sich in Olympia-Zyklen vollständig dem Nationalteam unterordnen, wenn es drauf ankommt.

Anders, als bei Weber. Fraglich ist, ob man einem Spieler seiner Klasse, nicht ähnliche Freiheiten einräumen sollte. Gerade bei der letzten WM, wo schon nach der Gruppenphase Endstation war, hätte ein Spieler seines Kalibers durchaus den Unterschied machen können.

Fahrplan für die deutsche Nationalmannschaft

Die erste Standortbestimmung folgt jedenfalls schon am 30. Mai in Neu-Ulm, wenn Deutschland auf Olympiasieger Frankreich trifft. Die erste Woche der Volleyball Nations League beginnt anschließend am 10. Juni in Ottawa. Danach folgen weitere Turniere in Polen und Serbien.

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30er-Kader für die VNL

NummerNamePositionLänderspiele
2Leonard GravenLibero55
3Joris BackhausLibero0
4Louis KunstmannMittelblock0
5Moritz ReichertAußenangriff157
7Joscha KunstmannMittelblock8
8Filip JohnDiagonalangriff30
9Georg GrozerDiagonalangriff217
12Anton BrehmeMittelblock82
13Ruben SchottAußenangriff164
15Simon KohnAußenangriff0
16Tim PeterAußenangriff40
17Jan ZimmermannZuspiel199
18Florian Krage-BrewitzMittelblock78
19Hannes GerkenZuspiel0
21Tobias KrickMittelblock149
22Tobias BrandAußenangriff58
23Lovis HombergerDiagonalangriff0
24Eric BurggräfZuspiel33
26Arthur WehnerZuspiel0
28Max SchulzAußenangriff5
29Tobias HoschZuspiel0
30Leon MeierAußenangriff6
31Yann BöhmeDiagonalangriff33
32Theo MohwinkelAußenangriff15
33Simon TorwieMittelblock19
34Carl MöllerMittelblock0
35Jannes WiesnerAußenangriff0
37Bastian KorreckMittelblock3
38Anselm ReinZuspiel0
66Erik RöhrsAußenangriff46

Staff

Massimo BottiBundestrainer
Thomas RannerCo-Trainer
Francesco PetrellaCo-Trainer
Daniele MarchettiAthletiktrainer
Brigida MoliterniScout

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