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Dresdner Fans und Geschäftsführung sind frustriert wegen Margon Arena

Beim Heimspiel gegen Stuttgart machten die Dresdner Fans ihrem Ärger Luft und zogen sich Regencapes an. Außerdem hielten sie ein Plakat mit der Aufschrift „MARGON ARAINA“ hoch. Der Hallensprecher spannte zudem einen Regenschirm auf.

Auslöser der Aktion war eine brenzlige Situation beim Europapokal-Heimspiel gegen NUC Volleyballer. Laut Geschäftsführerin Sandra Zimmermann „war erst 30 Minuten vor Spielbeginn klar, dass angepfiffen wird.“ In einem Statement auf der Webseite der Dresdner heißt es weiter: „Es ist nur dem Zufall geschuldet, dass es nicht direkt auf das Feld geregnet hat.“ Mit Eimern wurde vor Ort versucht, das Schlimmste abzuwenden. Zum Glück mit Erfolg: „Es ist nur der außerordentlichen Großzügigkeit des Supervisors zu verdanken, dass das Spiel überhaupt angepfiffen wurde. Nach den internationalen Regularien wäre das Spiel eindeutig ohne Anpfiff gegen den DSC gewertet worden.“

Sandra Zimmermann (rechts). Foto: DSC

Zimmermann benennt auch einen klaren Schuldigen für die Misere, die Stadt Dresden: „Seit vielen Jahren argumentieren wir anständig und verständnisvoll für die notwendige Sanierung unserer Spielstätte. Passiert ist nichts. Ganz im Gegenteil werden bereits eingeplante Gelder für die Sanierung in andere Sportprojekte verschoben.“ In einer Beschlussausfertigung der Stadt Dresden vom September 2020 heißt es tatsächlich „Der Stadtrat beschließt die Sanierung, den Umbau und die Nutzungserweiterung der Margen Arena.“ Deshalb wirft Zimmermann der Stadt auch vor, dass dieser infrage gestellt würde und zudem „kein entschlossenes Handeln zu sehen“ sei.

Im Podcast spricht Zimmermann ausführlich über den Vorfall:

Mögliche Verzögerung durch Basketballer

Ein Antrag der SPD-Fraktion Dresden vom September 2023 fordert den Oberbürgermeister dazu auf, dass man Standorte für die Basketballer Dresden Titans und andere „große Sportveranstaltungen“ prüfen solle, welche eine Platzkapazität von 6.000 aufweisen. Diese spielen derzeit in der ProA, also der zweithöchsten Spielklasse. Möglicherweise werden hier noch nach Synergien gesucht, weshalb sich das ganze Unterfangen weiter verzögern könnte. Doch diese Zeit haben die Volleyballerinnen aus Dresden nicht, denn „die Existenzgrundlage unserer Sportart geht gerade sprichwörtlich im Wasser unter.“, schreibt Sandra Zimmermann.

Das nächste Heimspiel der Dresdnerinnen findet bereits am 24. Januar gegen Neuwied statt. Hier geht’s zum Livestream (Anzeige)

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