BeachvolleyballKooperationen

BR Volleys und Lippmann kooperieren – kommt bald ein Frauen-Team?

Die deutsche Beachvolleyballerin und ehemalige Hallenspielerin Louisa Lippmann tritt ab sofort für die Berlin Recycling Volleys an. Die Partnerschaft ist strategisch angelegt, sodass sie „dem Frauen- und Mädchensport in Berlin und darüber hinaus mehr Sichtbarkeit“ geben soll.

Damit konnten sich die BR Volleys eine der bekanntesten Volleyball-Persönlichkeiten in Deutschland an sich binden. Vielen Fans noch aus der Halle bekannt, ist sie nun seit etwa einem Jahr dabei, sich im Sand für die Olympischen Spiele in Paris zu qualifizieren.

„Partnerschaft mit Strahlkraft“

Eine populärere Persönlichkeiten hätten die BR Volleys kaum finden können. Mit 69.000 Followern auf Instagram hat sie fast so viele wie Olympia-Siegerin Laura Ludwig (69,3 Tsd.). Letztere ist aber seit zwanzig Jahren im Beachvolleyball aktiv und passt daher nicht so ideal zu den Zielen der Berliner. Eventuell stand Maggie Kozuch noch zur Debatte, die ebenfalls eine erfolgreiche Karriere aus der Halle vorweisen kann und den Schritt in den Sand wagte. Nach einer langen Pause ist sie aber wohl momentan einfach nicht präsent genug. Mit einer Dokureihe im ZDF ist Lippmann einfach wesentlich populärer.

„Weitere Schritte folgen zu einem späteren Zeitpunkt“

Bei dem, was sich Macher Kaweh Niroomand von der Partnerschaft erhofft, wird er im Tagesspiegel schon fast konkret. „Die BR Volleys sollen nicht nur über die erste Mannschaft definiert werden. Louisas Persönlichkeit und ihre Bekanntheit sollen dieses Vorhaben voranbringen. Weitere Schritte folgen zu einem späteren Zeitpunkt.“ Mit „diesem Vorhaben“ könnte er die Bildung einer neuen Berliner Frauen-Mannschaft meinen, was der VBL sehr willkommen sein dürfte. Sie wird mit Neuwieds Insolvenz zur nächsten Saison den nächsten Club verlieren und stünde dann nur noch mit neun Mannschaften da. Des weiteren wurde schon Stimmen laut, das Erfolgskonzept der Männer auch in der Frauen Bundesliga anzuwenden. Nämlich mit niedrigeren Hürden einen Anreiz für Zweitligisten zu schaffen, in der Hoffnung, dass sie den Schritt ins Oberhaus wagen.

Das könnte Niroomand gelegen kommen, der mit der Ankündigung von weiteren Schritten, schon einen Hinweis darauf gibt, dass die Planungen sehr fortgeschritten sein könnten. Dass ein solches Engagement deshalb aber schon zur nächsten Saison das Licht der Welt erblickt, ist aufgrund der Lizensierungsfrist am 2. April nicht realistisch.

Louisa Lippmann beim Spiel der Berliner gegen Ankara. Foto: BR Volleys

Vorteil Beachvolleyball-Partnerschaft

Vielleicht sind damit aber auch nur weitere Partnerschaften im Beachvolleyball gemeint. Denn Niroomand sagte auch: „Es soll aber nicht der einzige Kooperationsweg bleiben, den wir in diesem Bereich einschlagen“. Denn solche Partnerschaften haben für Hallen-Clubs immer den Vorteil, auch im Sommer eine volleyball-affine Zielgruppe anzusprechen. Schließlich wird Louisa Lippmann auch mit dem Logo der BR Volleys auf der Schulter auflaufen. Darüber hinaus können auch die Kanäle der BR Volleys mit Erfolgen oder Misserfolgen Lippmanns bespielt werden. Mit jährlichen Beachvolleyball-Camps seitens der Berliner liegen weitere Synergien auf der Hand.

Welche weiteren Beachvolleyballerinnen für eine Kooperation infrage kommen, ist noch offen. Es ist aber vorstellbar, dass mit Spielerinnen (oder gleich mit ganzen Teams) kooperiert wird, welche auf der German Beach Tour unterwegs sind, um auch dort für mehr Sichtbarkeit zu sorgen.

Bleibt abzuwarten, welche Prozesse genau die Recycling Volleys damit angestoßen haben. Eine Berliner Frauen-Mannschaft in der 1. Volleyball Bundesliga wäre jedenfalls eine große Bereicherung für den Volleyballsport in Deutschland. Und wenn wir etwas wissen, dann, dass Kaweh Niroomand dazu in der Lage ist, so etwas zu realisieren.

Foto (Titelbild): Dennis Ebel

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