Die Gruppenphase der Volleyball-Europameisterschaft der Frauen ist beendet, die Achtelfinal-Paarungen stehen fest. Auch die deutsche Nationalmannschaft hat den Sprung in die K.O.-Runde geschafft. Nach Platz vier in der Gruppe wartet allerdings direkt ein harter Brocken: Deutschland trifft am Dienstag auf den Sieger der Gruppe C.
Wie erwartet machten Polen und die Türkei den Gruppensieg unter sich aus. Im direkten Duell setzte sich Polen in einem engen Spiel durch und sicherte sich damit Platz eins. Die Polinnen treffen im Achtelfinale auf Portugal aus Gruppe C.
Auch Deutschland hatte sich Hoffnungen auf eine bessere Ausgangsposition gemacht. Die Auftaktniederlage gegen Slowenien verhinderte jedoch eine Platzierung hinter Polen und der Türkei. Slowenien beendete die Gruppe auf Rang drei, Deutschland wurde Vierter.
Belgien wartet – und ist keineswegs unbezwingbar
Damit geht es für die deutschen Frauen gegen Belgien, das die Gruppe C ohne Niederlage abschloss. Ganz souverän war der Weg des Gruppensiegers allerdings nicht: Gleich zweimal musste Belgien über den Tie-Break gehen. Gegen den sieglosen Tabellenletzten Spanien reichte es ebenso erst nach fünf Sätzen wie gegen die Niederlande.
Deutschland trifft damit auf einen Gegner, der durchaus verwundbar ist. Besonders im Fokus steht Kapitänin Britt Herbots. Die belgische Angreiferin gehört nach Abschluss der Gruppenphase zu den fünf besten Scorerinnen des Turniers. Auch Pauline Martin, die in der vergangenen Saison noch für den Allianz MTV Stuttgart in der Bundesliga spielte, schaffte es unter die zehn punktbesten Spielerinnen. Beste Deutsche im Scorer-Ranking ist Lina Alsmeier auf Platz 20.

Serbien überrascht mit seinen Stars
Für eine große Überraschung sorgt bislang Serbien. In der Volleyball Nations League hatte die Mannschaft die Vorrunde lediglich auf Platz elf und damit direkt vor Deutschland beendet. Bei der Europameisterschaft präsentiert sich Serbien bislang jedoch deutlich stärker und blieb in der Gruppenphase ungeschlagen.
Ein Grund dafür ist auch die veränderte Besetzung. Während Serbien in der VNL häufiger jüngeren Spielerinnen Einsatzzeiten gab, stehen bei der Europameisterschaft nun auch die beiden Topstars Maja Ognjenović und Tijana Bošković voll zur Verfügung.
In derselben Gruppe überraschte zudem Griechenland. Mit Platz drei ließ das Team unter anderem Bulgarien und die Ukraine hinter sich. Beide Nationen hatten zuvor ebenfalls an der VNL teilgenommen. Einen großen Anteil daran hat Martha Anthouli, die sich mit ihrer Leistung auf Platz fünf der Scorerliste spielte. Während Bulgarien als Gruppenvierter ebenfalls das Achtelfinale erreichte, ist das Turnier für die Ukraine bereits beendet.

Italien bleibt der große Favorit
Als einer der größten Favoriten auf den Titel gilt weiterhin Weltmeister Italien. Die Italienerinnen gaben in der Gruppenphase lediglich einen Satz gegen Frankreich ab und marschierten ansonsten souverän durch das Turnier.
Auch der Weg ins Finale könnte für Italien vergleichsweise günstig verlaufen: Auf Polen oder die Türkei kann der Weltmeister erst im Endspiel treffen. Beide Teams dürften allerdings ebenfalls ein ernstes Wort um den Titel mitreden wollen.
Für Deutschland beginnt derweil die entscheidende Phase des Turniers. Gegen das ungeschlagene Belgien wartet im Achtelfinale eine schwierige, aber keineswegs unlösbare Aufgabe.
Alle Achtelfinals auf einen Blick:
- Frankreich – Griechenland (Sonntag, 16 Uhr)
- Serbien – Kroatien (Sonntag, 19 Uhr)
- Niederlande – Slowenien (Montag, 15 Uhr)
- Italien – Bulgarien (Montag, 16 Uhr)
- Polen – Portugal (Montag, 18 Uhr)
- Tschechien – Schweden (Montag, 19 Uhr)
- Belgien – Deutschland (Dienstag, 15 Uhr)
- Türkei – Aserbaidschan (Dienstag, 18 Uhr)
Alle Spiele werden live auf sporteurope.tv übertragen. Entweder einzeln oder im Kombipass mit der Männer-EM.
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