29. Mai 2024

Mit News aus dem deutschen Volleyball.

International

Offiziell: Vital Heynen geht nach China

Überraschend hatte Vital Heynen vergangene Woche um Vertragsauflösung beim Deutschen Volleyball-Verband gebeten. Bis dahin trainierte er die deutschen Volleyball-Frauen. Damals wurde schon spekuliert, dass er nach China geht, was nun vom chinesischen Volleyball-Verband bestätigt wurde.

Allerdings setzt er sich nicht ins „gemachte Nest“ und wird daher nicht wie angenommen die chinesischen Frauen trainieren, die für die Olympischen Spiele so gut wie qualifiziert sind. Sondern tatsächlich die Männer-Nationalmannschaft, welche auf Platz 31 in der Weltrangliste rangieren. Diese haben damit deutlich die Qualifikation für die Olympischen Spiele verpasst. Im olympischen Qualifikationsturnier war es dann der vorletzte Platz. In dessen Gruppe lösten Polen und Kanada das Ticket für Paris.

Heynen soll das Team nun neu formen. In der Nations League wird er mit seinem neuen Team jedenfalls nicht zu sehen sein. Die Chinesen landeten 2023 nämlich auf dem letzten Platz, sodass die Türkei den Platz übernommen hat (immerhin gab es zwei Siege, einer davon gegen Deutschland).

Nun ist auch klar, was Lena Stigrot mit der Aussage zu Heynens Abgang meinte, das wenn „jemand nicht mehr an ein Projekt oder ein Team glaubt“ es besser sei, „ihn ziehen zu lassen“. Heynen hätte mit seinem Team noch eine minimale Chance gehabt, sich mit der Frauen-Auswahl für Paris zu qualifizieren. Doch kurz vor dem Trainingslager in Kienbaum scheinen die Chinesen mit einem großen Batzen Geld gewunken zu haben. Aber auch der DVV dürfte von dem Abgang finanziell profitiert haben und sich den Transfer teuer bezahlt haben lassen.

In Anbetracht der Tatsache, dass nicht-chinesische Volleyball-Profis in China sechsstellige Summen verdienen, dürfte ein renommierter Trainer wie Vital Heynen ähnlich abkassieren.

Nun macht es aber Alex Waibl, zumindest vorerst für den Sommer. Startschwierigkeiten scheint es jedenfalls nicht gegeben zu haben, schließlich habe es sich laut Waibl „so angefühlt, als wäre man schon ewig lange dabei“. Die erste Bewährungsprobe wird schon bald auf deutschem Boden zu sehen sein, zum Testspiel gegen Rumänien am 10. Mai in Potsdam.

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