Die gemeinsame Beachvolleyball-Saison von Daniel Kirchner und Jannik Kühlborn ist vorzeitig beendet. Das gab Kirchner auf Instagram bekannt. Dort schreibt er, dass Kühlborn beschlossen habe, „die verbleibenden Turniere nicht mehr mit mir antreten zu wollen“. Damit sei für ihn auch das Ziel, sich noch für die Deutsche Meisterschaft zu qualifizieren, endgültig außer Reichweite.
Für ihn wiegt das schwer. Es sei „eventuell mein letzter Qualiversuch auf die Deutsche Meisterschaft“ gewesen. Wie seine sportliche Zukunft im kommenden Jahr aussehe, wisse er noch nicht. Trotz der Trennung bedankte er sich bei Kühlborn. Kühlborn teilte den Beitrag zwar, äußerte sich zu den Hintergründen aber nicht.
Diskussion in den Kommentaren
Unter dem Beitrag entwickelte sich schnell eine Diskussion. Beachvolleyballer Paul Henning hatte zu Kühlborns Entscheidung eine klare Meinung und kommentierte mit „sehr quatschig!“. Auch Kirchners Verein Beachvolley United sieht ihn aufgrund der Entscheidung als „Opfer“.
Für Aufmerksamkeit sorgte auch ein Kommentar von GBT-Veranstalter Alex Walkenhorst, der schrieb: „Klassischer ‚Kühlborn Spezial‘“. Beachvolleyballer Eric Stadie-Seeber sah sich wohl verpflichtet, dem zu widersprechen und antwortete, dass Teamtrennungen „nicht von 1-2 schlecht spielen“ kämen, sondern es in der Regel beiderseits Gründe dafür gebe.
Zum Beispiel, dass Kirchner bei den Finals angetreten sei, obwohl dort keine DVV-Punkte vergeben wurden, während zeitgleich ein Premium-Turnier in Stralsund stattfand. Außerdem sprach Stadie-Seeber von einer versäumten Turnieranmeldung, wodurch die Qualifikation für die Deutsche Meisterschaft nach den erfolglosen Turnieren in München kaum noch realistisch gewesen wäre.
Kirchner trat jüngst tatsächlich bei den Finals in Hannover an. Auf welches Turnier sich Stadie-Seeber mit der versäumten Anmeldung bezieht, ist allerdings unklar. In Kempten nahmen Kirchner/Kühlborn teil und wurden Dritte.
Schwierige Saison für Kirchner
Für Kirchner verlief die Saison ohnehin alles andere als optimal. Aufgrund einer Punkteregelung konnte er die erste Saisonhälfte nicht bestreiten und kehrte daher, mit Ausnahme eines Turniers in Ebersberg, erst im Juli bei der German Beach Tour in München in den Sand zurück. Dort scheiterten Kirchner und Kühlborn an beiden Turnierwochenenden in der Qualifikation.
Neue Partner für die kommenden Turniere
Obwohl Kirchner und Kühlborn für die GBT in Hamburg aktuell noch gemeinsam gemeldet sind, stehen für die darauffolgenden Turniere bereits neue Teamkonstellationen fest. Kirchner wird bei der Rock the Beach Tour in St. Peter-Ording mit Florian Schweikart antreten und in Borkum gemeinsam mit Yannick Bibelriether spielen. Kühlborn ist für das Turnier auf Borkum gemeinsam mit Eric Stadie-Seeber gemeldet.
Die Trennung reiht sich in eine Saison ein, in der es im deutschen Beachvolleyball auffällig viele Partnerwechsel gibt. Während bei den Männern vor allem die verletzungsbedingte Pause von Clemens Wickler zu neuen Teamkonstellationen führte, entschieden sich bei den Frauen unter anderem Sandra Ittlinger und Louisa Lippmann bewusst für einen Wechsel während der laufenden Saison.
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