Jonas Sagstetter und Sven Winter bilden neues Team

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Das Personalkarussell im deutschen Beach-Volleyball dreht sich weiter: Jonas Sagstetter und Sven Winter gehen ab der kommenden Saison gemeinsam an den Start.

Bei der Europameisterschaft im August standen die beiden bereits zusammen auf dem Court und schafften mit dem Einzug ins Achtelfinale den neunten Platz – damals noch als Interimsduo. Nun soll aus dem Test eine dauerhafte Partnerschaft werden.

Für Winter endet damit die Zusammenarbeit mit Philipp Huster. Die beiden hatten in der vergangenen Saison unter anderem das Finale des Challenge-Turniers in Shangluo erreicht. Bei der Deutschen Meisterschaft in Dortmund konnte Winter verletzungsbedingt nicht antreten. Rückblickend zieht der zweifache Deutsche Meister dennoch ein positives Fazit.

„Die letzte Saison gemeinsam mit Philipp war geprägt von tollen Erfolgen, aber auch einigen Tiefen. Ich bin sehr dankbar und stolz, was wir in der Zeit gemeinsam erreicht und erlebt haben“, sagt Winter.

13-jährige Partnerschaft

Für Jonas Sagstetter bedeutet die neue Partnerschaft hingegen einen deutlich größeren Einschnitt. Der 27-Jährige spielte seit seiner Jugend gemeinsam mit seinem Bruder Benedikt. 13 Jahre lang bildeten die beiden ein festes Team und feierten dabei unter anderem 2022 die Deutsche Vizemeisterschaft. Zum Abschluss ihrer gemeinsamen Zeit gewannen sie in Dortmund noch die Bronzemedaille bei der Deutschen Meisterschaft.

Die Entscheidung, künftig getrennte Wege zu gehen, fiel entsprechend nicht leicht: „Es gab unzählige Gespräche mit meinem engen Kreis. Ich hoffe und denke aber, dass es für uns beide eine gute Lösung ist und wir uns sportlich individuell weiterentwickeln können“, erklärt Sagstetter.

„Kein Abschied für immer“

Auch in einem gemeinsamen Instagram-Statement blickten die Brüder auf ihre Zeit als Team zurück. Neben den sportlichen Erfolgen betonten sie dabei vor allem die gemeinsamen Erfahrungen abseits des Courts. „Jetzt ist es Zeit für neue Wege, neue Erfahrungen und neue Kapitel. Kein Abschied für immer, sondern einfach der nächste Schritt“, schrieben die Sagstetters. Eine endgültige Tür wollen sie dabei offenbar nicht schließen: „Und wer weiß – vielleicht gibt es uns in ein paar Jahren ja wieder gemeinsam auf dem Beachvolleyballfeld.“

Für Jonas Sagstetter führt der nächste Schritt zunächst nach Hamburg. Der gebürtige Landshuter wird künftig am Olympiastützpunkt trainieren und erhofft sich davon bessere Bedingungen für seine weitere Entwicklung.

Winter sieht in Sagstetter jedenfalls eine passende Ergänzung zu seinem eigenen Spiel: „Mit Jonas habe ich mir jetzt einen extrem stabilen und spielfähigen Spieler an die Seite geholt, der aus meiner Sicht noch etwas besser zu meinem persönlichen Spielprofil passt“, sagt der 28-Jährige.

Eine offene Personalie

Mit der Entscheidung von Jonas Sagstetter und Sven Winter ist eine weitere wichtige Personalie im deutschen Beach-Volleyball geklärt. Offen bleibt dagegen weiterhin, mit wem Benedikt Sagstetter künftig auf dem Court stehen wird.

Eine mögliche Option könnte Paul Henning sein. Henning hatte sich erst kürzlich von Lukas Pfretzschner getrennt. Pfretzschner bildet inzwischen gemeinsam mit Clemens Wickler ein festes Duo. Auch bei Nils Ehlers und Lui Wüst steht eine neue Partnerschaft fest.

Damit nimmt das deutsche Beach-Volleyball-Personalkarussell weiter Fahrt auf. Für Jonas Sagstetter und Sven Winter ist der nächste Schritt dagegen bereits klar: Aus einem erfolgreichen gemeinsamen EM-Auftritt soll ein dauerhaftes Team werden.

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