Nils Ehlers und Clemens Wickler gehen künftig getrennte Wege. Das erfolgreiche deutsche Beachvolleyball-Duo hat sich nach vier gemeinsamen Jahren dazu entschieden, die Olympia-Qualifikation für Los Angeles 2028 mit neuen Partnern anzugehen.
Die Entscheidung kommt nach einer intensiven Analyse der zurückliegenden Saison. Ehlers und Wickler erklären in einem gemeinsamen Statement, dass sie sich nach der Deutschen Meisterschaft zusammengesetzt und ihre jeweiligen Ziele, Ansprüche und Vorstellungen für die Zukunft offen miteinander besprochen hätten. Schon bei der Deutschen Meisterschaft in Dortmund ließ Ehlers offen, ob es gemeinsam mit Wickler weitergehen würde.
Dabei sei ihnen bewusst geworden, „dass wir nicht mehr zu 100% die gleichen Vorstellungen in Bezug auf eine Zusammenarbeit haben“, weshalb man sich dazu entschieden habe, die Olympia-Qualifikation getrennt voneinander anzugehen.

Ehlers/Wüst wird festes Team
Für Nils Ehlers bedeutet die Trennung keine komplett neue Konstellation. Bereits in dieser Saison hatte er nach der Verletzung von Clemens Wickler gemeinsam mit Lui Wüst gespielt. Nun wird aus dem Interimsduo ein festes Team.
Wickler hingegen wird künftig an der Seite von Lukas Pfretzschner spielen. Der 25-Jährige wechselt dafür nach nur einer Saison fest auf die Blockerposition.
Auf die neue Konstellation mit Wickler freue sich Pfretzschner laut eigenen Angaben sehr. Gleichzeitig verabschiedete sich Pfretzschner auf Instagram von seinem bisherigen Partner Paul Henning. „Henning/Pfretzschner war ein geiles Team – ich habe so viel gelernt.“, erklärte er.
Wie geht es mit Paul Henning weiter?
Noch offen ist hingegen die Zukunft von Paul Henning. Der bisherige Partner von Pfretzschner hat sich bislang nicht öffentlich zu den Veränderungen geäußert. Damit stellt sich die Frage, mit wem der 28-Jährige künftig zusammenspielen wird.

Eine mögliche Option wäre eine Rückkehr zu Sven Winter. Mit Winter hatte Henning bereits bis 2023 zusammengespielt, ehe er sich Lui Wüst und schließlich Pfretzschner anschloss. Auch Max Just könnte grundsätzlich ein interessanter Kandidat für Henning sein.
Klar ist aber auch, dass die Olympischen Spiele in Los Angeles für Henning nun in noch weitere Ferne rücken. Zwar hat Deutschland seine Chancen erhöht, nach 2012 erstmals wieder zwei Männer-Teams zu den Olympischen Spielen zu schicken. Für Henning wird der Weg dorthin mit der Trennung von Ehlers/Wickler jedoch praktisch unmöglich.
Zudem dürfte es für Henning ein herber Rückschlag gewesen sein, dass sich Wickler für Pfretzschner als Blockspieler entschieden hat und damit nicht für ihn als etatmäßigen Blocker.
Doch wer weiß, wie sich das Ganze noch entwickelt. Wenn man in den vergangenen Monaten eines gelernt hat, dann, dass Teamkonstellationen im Beachvolleyball alles andere als in Stein gemeißelt sind.
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