Henning/Wüst und Bungert/Pieper: Neue Teams formieren sich

paul henning filo wüst

Das Personalkarussell im deutschen Männer-Beachvolleyball dreht sich weiter. Nach der Bekanntgabe der Teams Ehlers/Wüst, Pfretzschner/Wickler und J. Sagstetter/Winter stehen weitere Teamkonstellationen fest.

Henning und Wüst: Erfahrung trifft auf eines der größten Talente

Paul Henning bekommt dabei mit Filo Wüst einen neuen Partner. Der 17-Jährige hat in den vergangenen Jahren im Nachwuchsbereich zahlreiche Titel gesammelt. Mit Jonathan Bungert wurde er 2025 U18-Europameister, U18-Vizeweltmeister sowie Deutscher U18- und U19-Meister. In diesem Sommer gewann Wüst mit Lasse Hüper zudem die U18-Weltmeisterschaft.

Auch bei den Erwachsenen hat Wüst in diesem Jahr bereits gezeigt, dass er mithalten kann. Bei der Deutschen Meisterschaft in Dortmund erreichte er mit Bungert den fünften Platz.

Henning sieht in der Kombination vor allem langfristiges Potenzial. „Ich habe mich für Filo entschieden, weil ich darin die beste Perspektive sehe, mich langfristig weiterzuentwickeln und wieder an die Weltspitze heranzukommen“, erklärt der Blockspieler. „Ich möchte ihm dabei helfen, den nächsten Schritt zu machen, aber gleichzeitig meinen eigenen Weg weitergehen.“

Der Weg zu den Olympischen Spielen 2028 schien für Henning mit Pfretzschner als zweitbestes deutsches Duo noch einigermaßen greifbar. Nun greift sein ehemaliger Partner als Blockspieler gemeinsam mit Clemens Wickler für Los Angeles an. Mit einem talentierten Partner wie Wüst richtet sich Hennings Blick deshalb zunächst stärker auf die langfristige Entwicklung. Gleichzeitig dürfte weiterhin eine finanzielle Förderung gesichert sein.

Für Wüst bringt der Wechsel zudem eine klare Rollenveränderung mit sich. Er will künftig stärker als Abwehrspieler agieren und nicht mehr hybrid eingesetzt werden.

Bungert und Pieper: Aus alt mach neu

Während Wüst mit Henning einen erfahrenen Blockspieler an seine Seite bekommt, geht sein bisheriger Partner Jonathan Bungert den gleichen Weg. Auch für ihn bedeutet die neue Konstellation einen Positionswechse in die Abwehr.

Im Block soll hingegen Kalle Pieper fungieren. Beide wurden 2024 bereits U18-Vizeeuropameister. Danach trennten sich ihre Wege: Bungert spielte mit Wüst, Pieper unter anderem mit Hennes Nissen und zuletzt mit Max Just.

Hamburg wird zum neuen Zentrum

Die beiden neuen Teams sind mehr als nur zwei weitere Partnerwechsel. Der DVV will Hamburg künftig stärker als zentralen Standort für den männlichen Beach-Nachwuchs etablieren. Neben drei Teams im Top-Bereich soll dort ein Elite-Nachwuchsstützpunkt entstehen. Junge Spieler sollen dadurch näher an die internationalen Spitzenteams herangeführt werden.

Auch Sagstetter und Huster bilden ein neues Duo

Parallel zu den Hamburger Wechseln gibt es eine weitere neue Paarung: Benedikt Sagstetter und Philipp Huster gehen künftig gemeinsam an den Start. Huster spielte zuletzt mit Sven Winter. Dieser bildet inzwischen ein Team mit Jonas Sagstetter.

Benedikt Sagstetter war zuletzt ebenfalls mit seinem Bruder Jonas unterwegs und wurde mit ihm bei der Deutschen Meisterschaft in Dortmund Dritter.

Philipp Huster spielt jetzt mit Benedikt Sagstetter anstatt Sven Winter
Philipp Huster spielt jetzt mit Benedikt Sagstetter anstatt Sven Winter. Foto: Volleyball World

Reinhardt und Sievers feiern Comeback

Ebenfalls neu formiert haben sich Jonas Reinhardt und Milan Sievers. Die beiden standen bereits 2021 gemeinsam auf dem Court. Für Reinhardt ist damit zugleich ein anderes Kapitel beendet. Zuletzt spielte er mit Robin Sowa, doch die erhofften Ergebnisse blieben auf internationaler Ebene „aus verschiedenen Gründen“ aus, wie Reinhardt selbst formulierte.

Was macht Max Just?

Noch offen ist, wie es mit Max Just weitergeht, der zuletzt mit Kalle Pieper spielte. Bei der Deutschen Meisterschaft in Dortmund erreichte das Duo das Viertelfinale. Durch Piepers Wechsel zu Bungert ist Just nun jedoch auf Partnersuche. Eine mögliche Option wäre Robin Sowa, mit dem Just bereits in der Vergangenheit zusammengespielt hat.

Auch andere Kombinationen sind denkbar. Eine davon könnte Niklas Held betreffen. Held spielte diesen Sommer noch mit Luis Kubo. Ob dieses Team allerdings 2027 tatsächlich gemeinsam weitermacht, ist noch offen.

Held und Kubo haben selbst erklärt, dass sie aktuell noch nicht sagen können, ob sie 2027 gemeinsam antreten werden. Eine Trennung haben sie aber ausdrücklich nicht verkündet. Vor allem die Fragen nach Trainingsstandort, Finanzierung und einer passenden Trainingsgruppe seien noch offen.

Die kommenden Wochen dürften deshalb weitere Antworten liefern – vielleicht dann auch bei den Frauen.

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