Die US-amerikanische Beachvolleyballerin Kristen Nuss Cruz ist für zwei Monate von internationalen Wettbewerben ausgeschlossen worden. Hintergrund ist eine positive Dopingprobe aus dem Januar 2023. Nuss Cruz erklärt, dass ein verschriebenes Medikament gegen Akne für den Befund verantwortlich gewesen sei.
Die FIVB, die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA und Kristen Nuss Cruz haben eine sogenannte „Case Resolution Agreement“ unterzeichnet. Darin räumt die Beachvolleyballerin ein, dass bei einer Wettkampfkontrolle am 27. Januar 2023 beim Elite16-Turnier der Beach Pro Tour in Doha die verbotene Substanz Canrenon in ihrer Probe nachgewiesen wurde.
Canrenon ist ein Diuretikum und steht auf der Verbotsliste der WADA. Nach Angaben der FIVB gelangte die Substanz durch die Einnahme eines verschriebenen Medikaments in ihren Körper. Für die Behandlung ihrer medizinischen Beschwerden hatte Nuss Cruz allerdings keine rechtzeitige Ausnahmegenehmigung beantragt.
Nuss Cruz: „Dies war ein unbeabsichtigter Fehler“
Nuss Cruz äußerte sich selbst in einem Instagram-Video zu dem Fall. Sie erklärt darin, dass sie zum Zeitpunkt der Kontrolle Spironolacton eingenommen habe. Das Medikament sei ihr von ihrer Dermatologin verschrieben worden, um ihre Akne nach einer früheren Behandlung mit Accutane unter Kontrolle zu halten.
Ihr sei nicht bewusst gewesen, dass die Einnahme des Medikaments zur Bildung einer verbotenen Substanz führen könne. Nuss Cruz betont zugleich, dass sie als Athletin die Verantwortung dafür trage, welche Substanzen in ihren Körper gelangen.
„Ich wusste nicht, dass mein verschriebenes Medikament eine verbotene Substanz hervorbringen würde“, erklärt Nuss Cruz. Sie bezeichnet den Vorgang als „einen unbeabsichtigten Fehler“. Gleichzeitig erkennt die Beachvolleyballerin ihre Verantwortung als Athletin an: „Als Athletin verstehe ich jedoch, dass ich dafür verantwortlich bin, was in meinen Körper gelangt.“
Nuss Cruz betont außerdem, dass sie die Anti-Doping-Regeln grundsätzlich unterstützt, „die den sauberen Sport schützen und für gleiche Wettbewerbsbedingungen sorgen.“

Positive Probe stammt aus dem Jahr 2023
Die Sanktion wirft vor allem aufgrund des zeitlichen Ablaufs Fragen auf. Die Probe von Nuss Cruz wurde bereits am 27. Januar 2023 in Doha genommen. Nach eigener Aussage erfuhr die US-Amerikanerin jedoch erst im April 2026 von dem positiven Befund.
Damit lagen mehr als drei Jahre zwischen der Probenentnahme und der Information der Athletin. Weshalb sich die Bearbeitung des Falls über diesen Zeitraum erstreckte, geht aus der Mitteilung der FIVB nicht hervor.
Nuss Cruz hat die im Rahmen der Vereinbarung festgelegte zweimonatige Sperre akzeptiert. Sie begann am 8. September 2026 und umfasst die Teilnahme an internationalen Wettbewerben sowie damit verbundenen Aktivitäten. Dieser Zeitraum dürfte für die Abwehrspielerin günstig liegen, da ohnehin keine wichtigen Turniere mehr anstehen.
Rückkehr im November geplant
Für Nuss Cruz soll die internationale Pause bereits im November enden. In ihrem Instagram-Video kündigte sie an, dann wieder auf die internationale Bühne zurückzukehren.
„Ich habe aus diesem Fehler gelernt und werde diese Lektion mitnehmen“, sagt die 29-Jährige.
Ihr Blick richtet sich dabei bereits auf das nächste große Ziel: die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles. Nuss Cruz will den Qualifikationsprozess für die Heimspiele mit dem US-Team aufnehmen.
Für Nuss Cruz dürfte der Fall damit nicht nur eine zweimonatige Sperre, sondern auch eine wichtige Lektion für ihre weitere Karriere bedeuten. Und hoffentlich eine, aus der auch andere Athletinnen und Athleten etwas mitnehmen: Bei Medikamenten sollte vor der Einnahme genau geprüft werden, ob diese mit den Anti-Doping-Bestimmungen vereinbar sind.
Sportlich kommt Nuss Cruz dabei zumindest glimpflich davon. Die zweimonatige Sperre fällt in eine Phase, in der die Beachvolleyball-Saison ohnehin weitgehend abgeschlossen ist. Ihre angekündigte Rückkehr im November könnte deshalb nur einen verhältnismäßig kleinen Einschnitt in ihre Saisonplanung bedeuten. Die Folgen hätten bei einem anderen Zeitpunkt deutlich gravierender ausfallen können.
Hinweis: Die Zitate aus dem Instagram-Video von Kristen Nuss Cruz wurden aus dem Englischen ins Deutsche übersetzt.
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Lächerliche Strafe, 2 Monate in der wettkampffreien Zeit.
Doping, Einnahme zugegeben = 3 Jahre Sperre