Georg Grozer wird die Volleyball-Europameisterschaft in Rumänien verpassen. Doch während zuletzt der Eindruck entstanden war, Bundestrainer Massimo Botti habe aufgrund des körperlichen Zustands des 41-Jährigen auf dessen Nominierung verzichtet, stellt Grozer nun klar: Der Grund für sein Fehlen ist eine Verletzung.
Auf die Frage, was Botti ihm tatsächlich gesagt habe, reagierte Grozer gegenüber Volleyball Insider deutlich. Eine Unzufriedenheit des Bundestrainers mit seinem körperlichen Zustand habe es demnach nicht gegeben. „Wir hatten uns von vornherein darauf geeinigt, dass ich nur zur EM mitfahre, wenn es konditionell passt“, erklärt Grozer.
Grozer stellt die Dinge klar
Damit widerspricht Grozer auch der Darstellung, die zuletzt in polnischen Medien aufgetaucht war. Dort war von einer „Unzufriedenheit“ Bottis hinsichtlich des körperlichen Zustands des Diagonalangreifers die Rede.
Doch Grozer weist dies entschieden zurück: „Ich weiß nicht, woher diese Lügen kommen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Botti nach Polen so ein Statement abgegeben hat. Das ist einfach Blödsinn.“ Auch die TZ berichtete darüber, er würde nicht rechtzeitig fit werden.
Stattdessen sei eine Verletzung der Grund dafür, dass Grozer nicht mit nach Rumänien reisen kann. Diese habe er sich beim letzten Testspiel zugezogen. „Beim letzten Testspiel habe ich mich bereits beim Aufwärmen verletzt“, berichtet Grozer.
EM-Teilnahme wäre noch möglich
Seitdem befindet sich der 41-Jährige nach eigenen Angaben in Behandlung. „Ich habe eine Nerveneinklemmung und bin gerade damit beschäftigt, sie behandeln zu lassen.“, so Grozer. Er glaubt sogar, dass er trotz der Beschwerden noch die Möglichkeit gehabt hätte, es in den EM-Kader zu schaffen.
„Ich glaube, ich hätte es noch geschafft. Ich hätte der Mannschaft gerne geholfen.“, so Grozer. Doch das dürfte für Botti vermutlich zu ungewiss gewesen sein. Nun richtet sich Grozers Fokus auf die kommende Saison.
Ersetzt von „Bruder“ Röhrs
Bei der Europameisterschaft wird ihn ausgerechnet Erik Röhrs ersetzen, den er selbst als „Bruder“ bezeichnet. „Es hat ihm wehgetan, das hat man gemerkt“, sagte Röhrs selbst zum Ausfall seines Teamkollegen. „Mir tut es natürlich mega leid.“
Nachdem Grozer schließlich bekannt war, dass er bei der EM nicht dabei sein würde, richtete er noch ein paar letzte Worte an die Mannschaft, die laut Röhrs auch geholfen haben.
Nun wird er gemeinsam mit Yann Böhme auf der Diagonalposition dafür sorgen müssen, sich und dem Team im rumänischen Cluj-Napoca eine gute Ausgangslage für das Achtelfinale zu verschaffen.
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