DEKRA wird Namenssponsor der 1. Volleyball Bundesliga Frauen

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Die Volleyball Bundesliga hat erstmals einen Namenssponsor für die höchste Spielklasse der Frauen gefunden. Ab der Saison 2026/27 trägt die Liga offiziell den Namen „DEKRA 1. Volleyball Bundesliga Frauen“. Die Zusammenarbeit ist zunächst bis mindestens 2028 vereinbart. Gleichzeitig wird auch das bereits seit 2022 bestehende Schiedsrichter-Sponsoring um zwei weitere Jahre verlängert.

Für die VBL ist der Deal ein weiterer Meilenstein in der Vermarktung ihrer Wettbewerbe. Laut Geschäftsführerin Kim Oszvald-Renkema sei es „ein wichtiger Schritt auf unserem Weg, den Frauenvolleyball noch sichtbarer zu machen“. Zuvor konnte mit Zoi bereits ein Namenspartner für den DVV-Pokal gewonnen werden. Zudem trägt die 2. Bundesliga Pro der Frauen seit deiser Saison den Namen Sparda 2. Liga Pro. Die Entwicklung zeigt, dass es der Liga zunehmend gelingt, attraktive Sponsoringrechte zu vermarkten.

Gute Entwicklung – aber was bringt sie finanziell?

Trotz der positiven Nachricht bleiben einige Fragen offen. Vor allem interessiert, welchen finanziellen Effekt ein solcher Namenssponsor tatsächlich hat – und wie viel des Geldes letztlich bei den Vereinen ankommt.

Seit Jahren hatte die VBL versucht, einen Namenssponsor für die Bundesliga zu gewinnen. 2019 lag die Preisvorstellung laut Geschäftsführer Daniel Sattler noch bei 1,8 Millionen Euro pro Geschlecht und Saison. Dieses Ziel sei damals jedoch „aber überhaupt nicht realisierbar“ gewesen. Ob die aktuelle Vereinbarung mit DEKRA heute in eine ähnliche Größenordnung geht oder deutlich darunter liegt, ist nicht bekannt.

Ebenso offen bleibt, ob die Einnahmen vor allem zusätzliche Mittel für die Clubs schaffen oder in erster Linie steigende Investitionen der Liga auffangen.

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Ab der neuen Saison tragen die Spielerinnen das Logo der „DEKRA 1. Volleyball Bundesliga Frauen“ auf den Trikot-Ärmeln.

Neue Investitionen kosten Geld

Denn parallel treibt die VBL die Professionalisierung weiter voran. Zur kommenden Saison soll unter anderem eine verbesserte Video-Challenge eingeführt werden. Dafür investieren Liga und Vereine laut VBL in den kommenden fünf Jahren mehr als 1,2 Millionen Euro.

Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, ob neue Sponsoringerlöse hauptsächlich dazu dienen, solche Projekte zu finanzieren, oder ob sie darüber hinaus die wirtschaftliche Situation der Vereine nachhaltig verbessern.

Männervereine warten weiterhin auf Namenspartner

Mit der DEKRA für die Frauen-Bundesliga ist die Erwartungshaltung bei den Männervereinen weiter gestiegen. Nachdem inzwischen mehrere Wettbewerbe der VBL einen Namenspartner gefunden haben, dürften viele Clubs darauf hoffen, dass nun auch die 1. Bundesliga der Männer zeitnah einen Titelsponsor erhält.

Laut Thilo Späth-Westerholt, Geschäftsführer des VfB Friedrichshafen, habe sich die Erwartungshaltung dadurch jedoch nicht verändert. „Wir bleiben auch für die Männer-Bundesliga zuversichtlich, dass die VBL mit Kim Renkema künftig einen Naming-Right-Partner für die 1. Bundesliga der Männer gewinnen kann.“

Dass sich die Suche nicht immer unkompliziert gestaltet, liegt auch an den bestehenden Partnerschaften der Vereine. Ein Ligasponsor muss möglichst zu allen Standorten passen und darf idealerweise nicht mit wichtigen Clubsponsoren konkurrieren. Eine Versicherung hätte beispielsweise Schwierigkeiten, wenn gleichzeitig Vereine wie die WWK Volleys Herrsching einen direkten Wettbewerber prominent im Vereinsnamen tragen. Mit DEKRA ergibt sich diese Problematik nicht, da das Unternehmen in einem Bereich tätig ist, der bei den Bundesligisten bislang nur selten besetzt ist.

Langfristig ein positives Signal

Unabhängig von der finanziellen Dimension ist der Abschluss mit DEKRA ein positives Zeichen für den deutschen Volleyball. Dass es der VBL innerhalb kurzer Zeit gelungen ist, sowohl die Namensrechte am DVV-Pokal als auch der 2. Bundesliga Pro als auch an der Frauen-Bundesliga zu vermarkten, zeigt, dass Sponsoren die Plattform inzwischen als deutlich attraktiver wahrnehmen als noch vor einigen Jahren.

Ob sich diese Entwicklung künftig auch in höheren Ausschüttungen an die Vereine und einer nachhaltig stärkeren wirtschaftlichen Basis des deutschen Profivolleyballs widersiegelt, wird sich allerdings erst in den kommenden Jahren zeigen.

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