In der Volleyball Bundesliga der Frauen stehen bei mehreren Vereinen Veränderungen auf der Führungsebene an. Während bei den Ladies in Black Aachen kurzfristig eine Interimslösung notwendig wird, ist die Neuaufstellung bei den Roten Raben Vilsbiburg bereits vollzogen. Der VC Wiesbaden hat den Wechsel ebenfalls angekündigt – dort soll die Übergabe allerdings erst im kommenden Sommer abgeschlossen sein.
Veränderung in Aachen
Bei den Ladies in Black Aachen wurde die Geschäftsführung zum 1. Oktober neu aufgestellt. Das Arbeitsverhältnis mit Hans-Peter Lipka endet aus privaten Gründen. Die Aufgaben übernimmt zunächst interimsweise Teammanager Tim Berks.
Der Verantwortliche ist bereits seit längerer Zeit eng in die organisatorischen Abläufe des Bundesligisten eingebunden. Zudem verfügt Berks aus seiner früheren Tätigkeit beim VfB Suhl über Erfahrung mit vergleichbaren Aufgaben.
Unterstützt wird er künftig von mehreren Personen aus dem bestehenden Umfeld der Ladies in Black. Cheftrainerin Mareike Hindriksen übernimmt zusätzliche Aufgaben in der Außendarstellung. Andreas Steindl kümmert sich verstärkt um die Bereiche Communication and Partnership und begleitet insbesondere die Kommunikation sowie die Zusammenarbeit mit Partnern und Sponsoren. Olaf Lindner übernimmt als Vorstandskoordinator die Verbindung zum Mutterverein PTSV Aachen.
Alle vier behalten dabei ihre bisherigen Aufgaben und übernehmen die zusätzlichen Verantwortungsbereiche neben ihrer bisherigen Tätigkeit. Nach Angaben des PTSV Aachen entstehen durch die Interimslösung keine zusätzlichen Personalkosten.
Neue Geschäftsführerin bei den Roten Raben
Bei den Roten Raben Vilsbiburg ist die neue Führungsstruktur bereits etabliert. Sophia Girnghuber wurde im Sommer zur zweiten Geschäftsführerin bestellt.
Die 27-Jährige kennt den Verein seit ihrem Einstieg im Frühjahr 2024. Damals übernahm sie die Leitung der Geschäftsstelle, nachdem sich die Roten Raben nach 23 Jahren aus der 1. Volleyball Bundesliga zurückgezogen hatten. Girnghuber begleitete anschließend den Neuaufbau in der 2. Bundesliga und ist nun auch für die Rückkehr ins Oberhaus mitverantwortlich.
An ihrer Seite steht weiterhin Harald Giglberger, der sich künftig vor allem um die Neuakquise von Partnern und Sponsoren kümmert. Girnghuber konzentriert sich insbesondere auf Management, Organisation und Verwaltung der Geschäftsstelle.
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Für die Rückkehr in die Bundesliga mussten die Roten Raben unter anderem höhere Lizenz- und Fixkosten absichern. Gleichzeitig habe sich der Zusammenhalt zwischen Geschäftsstelle, Mannschaft, Fans sowie Partnern und Sponsoren während der beiden Zweitligajahre weiter verstärkt, erklärt Girnghuber.
Wiesbaden plant Übergang bis 2027
Beim VC Wiesbaden steht die Veränderung dagegen noch bevor. Der Verein hat bereits im Juni einen entsprechenden Gesellschafterbeschluss gefasst. Benedikt Frank übernimmt künftig die Geschäftsführung für den Bereich Sport.
Christopher Fetting wird sein Amt als Geschäftsführer der VC Wiesbaden Spielbetriebs GmbH abgeben, bleibt dem Verein aber noch bis zum 30. Juni 2027 erhalten. Bis dahin soll er insbesondere in den Bereichen Vertrieb und Spielbetrieb tätig sein und einen geordneten Übergang gewährleisten.
Fetting erklärte, ihm sei es wichtig gewesen, den Schritt frühzeitig anzukündigen. Die lange Übergangsphase soll ermöglichen, Wissen, Kontakte und bestehende Partnerschaften aus seiner mehr als achtjährigen Tätigkeit strukturiert zu übergeben. Er wolle nun „Raum für einen neuen beruflichen Schritt“ schaffen.
An der strategischen Ausrichtung des VC Wiesbaden soll sich unterdessen nichts ändern. Der Verein will seine Strategie „Home for Female Professionals“ fortführen.
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