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Nur noch knapp drei Wochen sind es bis zum Release von „Setter: Volleyball Manager 27“, der am 13. November erscheint. Volleyball Insider hatte bereits die Möglichkeit, die Beta-Version zu testen. Wir haben einen Blick auf die wichtigsten Funktionen geworfen und ausprobiert, wie sich der Alltag als Volleyball-Manager spielt.
Mit der SVG Lüneburg in die neue Saison
Zu Beginn wählt man die Teams und Ligen aus, mit denen man spielen möchte. Neben den bereits offiziell lizenzierten Ligen aus Belgien und Spanien gibt es inzwischen auch von der Community erstellte Wettbewerbe, die über Steam heruntergeladen werden können.
So lässt sich beispielsweise bereits mit der Volleyball Bundesliga und den Kadern der aktuellen Saison spielen. Für meinen ersten Test entscheide ich mich deshalb für die SVG Lüneburg und starte mit dem Team in die neue Saison.
Schnell wird klar: Setter 27 versteht sich als klassische Management-Simulation. Statt spektakulärer Action stehen taktische Entscheidungen, Statistiken und detaillierte Auswertungen im Mittelpunkt. Das Spiel bietet zahlreiche Möglichkeiten, die eigene Mannschaft einzustellen, und gibt an den richtigen Stellen kurze Erklärungen. Wer beispielsweise den Aufschlagdruck erhöhen möchte, bekommt Hinweise darauf, welche Auswirkungen das auf das Spiel haben kann.
Die Zusammenhänge muss man allerdings erst einmal verstehen. Welche Taktik passt zum eigenen Kader? Wann lohnt es sich, mehr Risiko im Aufschlag zu gehen? Und welche Anpassungen helfen gegen einen bestimmten Gegner? Hier braucht es Zeit und Erfahrung, um die richtigen Entscheidungen zu treffen – ganz wie im echten Volleyball eben.

Talente verpflichten und um Spieler kämpfen
Mit einem Transferbudget von 3,5 Millionen Euro starte ich in die Kaderplanung. Zunächst muss ich herausfinden, welche Spieler auf dem Markt sind, wer überhaupt Interesse an einem Wechsel hat und welche Verpflichtungen finanziell realistisch sind.
Da mein Kader bereits recht ausgeglichen aufgestellt ist, konzentriere ich mich auf einen vierten Mittelblocker mit großem Entwicklungspotenzial. Vielleicht wird aus ihm ja der nächste Jackson Howe. Allerdings zeigt sich schnell, dass vielversprechende Talente ihren Preis haben. Selbst für 18-Jährige werden teilweise mehrere Millionen Euro verlangt.
Gleichzeitig muss ich aufpassen, dass mir andere Vereine nicht meine eigenen Nachwuchshoffnungen abwerben. So erhält beispielsweise Axel Enlund Angebote von anderen Klubs. Für mich stellt sich die Frage: Soll ich ihn für 1,4 Millionen Euro ziehen lassen, ein Gegenangebot abgeben oder den Transfer direkt ablehnen?
Da ich im Falle eines Abgangs nicht ohne Alternative dastehen möchte, beauftrage ich meine verbliebenen Scouts parallel mit der Suche nach einem passenden Ersatz. Die Kaderplanung ist damit längst nicht abgeschlossen, sie fängt eher gerade erst an.

Testspiele, Verletzungen und taktische Experimente
In den Testspielen kann ich verschiedene Aufstellungen und Spielsysteme ausprobieren und meine Mannschaft besser kennenlernen. Wie gut funktioniert die Annahme mit der gewählten Formation? Welche Spieler harmonieren miteinander? Und wo gibt es noch Schwachstellen?
Die Testspiele helfen dabei, Antworten auf diese Fragen zu finden. Gleichzeitig bleiben auch Verletzungen nicht aus. Das hat direkte Auswirkungen auf die Kaderplanung und zwingt mich gegebenenfalls dazu, meine ursprünglichen Überlegungen noch einmal zu überdenken.
Auch während der regulären Spiele bietet Setter 27 verschiedene Möglichkeiten, Einfluss zu nehmen. Die Simulation lässt sich sowohl in 2D als auch in 3D verfolgen. Die 3D-Ansicht kann grafisch zwar nicht mit großen Sportspielen wie EA Sports FC oder NBA 2K mithalten, bietet aber eine anschaulichere Darstellung des Spielgeschehens als die 2D-Variante.
Wer nicht jede Rallye in Echtzeit verfolgen möchte, kann die Geschwindigkeit auf das Doppelte erhöhen. Alternativ lässt sich der Rest einer Partie direkt simulieren, sodass man sofort zum Endergebnis springt. In diesem Fall verzichtet man allerdings auf die Möglichkeit, während des Spiels taktisch einzugreifen, Auszeiten zu nehmen, Spieler zu wechseln oder mit entsprechenden Anweisungen auf den Spielverlauf zu reagieren.
Besonders interessant sind die detaillierten Einstellungsmöglichkeiten: Selbst die Rotationen lassen sich millimetergenau anpassen. Wer sich intensiv mit den taktischen Feinheiten des Volleyballs beschäftigen möchte, findet hier zahlreiche Möglichkeiten, die eigene Mannschaft auf die persönlichen Vorstellungen auszurichten.

Training mit weniger Detailtiefe
Beim Training geht Setter 27 einen etwas einfacheren Weg als manche andere Management-Simulationen, etwa der Football Manager. Statt jede Trainingseinheit bis ins letzte Detail zu planen, wählt man einen wöchentlichen Schwerpunkt oder legt für einzelne Tage bestimmte Einheiten fest.
Zur Auswahl stehen unter anderem Aufschlag und Annahme, Athletik, Spielvorbereitung, Umschalten in den Angriff sowie Block und Abwehr. Zusätzlich lässt sich die Trainingsintensität bestimmen.
Darüber hinaus kann jedem Spieler ein individuelles Training zugewiesen werden. So können gezielt bestimmte Attribute verbessert werden, um individuelle Schwächen auszugleichen oder die Entwicklung eines Talents voranzutreiben.
Das Trainingssystem wirkt dadurch übersichtlicher und weniger zeitaufwendig. Ob die Möglichkeiten langfristig ausreichen, um die Entwicklung einer Mannschaft wirklich differenziert zu steuern, wird sich allerdings erst im Laufe einer längeren Karriere zeigen.
Die Beta macht einen runden Eindruck
Insgesamt hinterlässt Setter 27 bereits während der Beta einen überzeugenden Eindruck. An einigen Stellen sind in der Bedienung noch unnötige Umwege nötig. Gleichzeitig wird offenbar kontinuierlich an Verbesserungen gearbeitet: Seit meinem Test sind bereits weitere Funktionen hinzugekommen. Dazu gehört beispielsweise ein Spielervergleich, mit dem sich die Werte zweier Spieler direkt gegenüberstellen lassen, ohne ständig zwischen ihren Profilen wechseln zu müssen.
Bis zum Release dürfte sich also noch einiges verändern. Auch danach ist damit zu rechnen, dass die Entwickler das Spiel weiterentwickeln und auf Rückmeldungen reagieren werden.
Offen bleibt unter anderem, welche weiteren Ligen zum Start offiziell lizenziert sein werden. Die Community zeigt allerdings bereits, dass fehlende Wettbewerbe nicht zwangsläufig ein Hindernis sein müssen. Die Möglichkeit, eigene Ligen und Kader einzubinden, könnte für viele Volleyballfans ein entscheidender Vorteil sein.
Auch der Verkaufspreis ist bislang nicht bekannt. Wer sich selbst ein Bild machen möchte, kann das Spiel bereits jetzt auf Steam auf die Wunschliste setzen.
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