Spontane Spielpläne, Trainingseinheiten am Vortag des Spiels und ein Alltag zwischen Strand und Halle: Romy Jatzko erlebt beim Volleyball-Club in Cannes gerade einen ungewöhnlichen Saisonstart. Im Podcast spricht die deutsche Nationalspielerin über ihren neuen Alltag an der Côte d’Azur, eine bewegte Karriere durch Europa und Asien und die Rückschläge, die sie auf ihrem Weg verkraften musste.
Jatzko erzählt offen, wie unplanbar ihr Leben in Frankreich derzeit ist: Spiel am Dienstag, Krafttraining noch am Sonntagabend nach der Rückkehr vom letzten Auswärtsspiel. Auch der neue Headcoach und Staff müssen sich laut ihr erst noch einspielen. Ganz anders lief es bei ihrer früheren Station in Frankreich, als sie einen kompletten Saisonplan inklusive freier Tage im Voraus bekam.
Trotzdem schwärmt sie von ihrem neuen Umfeld: einer Halle, die ausschließlich für Volleyball genutzt wird, einem traditionsreichen Club mit Champions-League-Vergangenheit und einem Strand, der für sie zur besten Regeneration überhaupt geworden ist.
Vom Kreuzbandriss mit 16 bis zur dritten großen Schulter-OP
Besonders persönlich wird Jatzko, wenn sie über ihre Verletzungsgeschichte spricht. Dreimal musste sie bereits eine größere Operation durchstehen. Zuletzt verletzte sie sich im Nationalmannschaftstrikot an der Schulter – nur zehn Tage, bevor ihr Wechsel zu Perugia in der Serie A1 hätte beginnen sollen.
Sie erinnert sich an Reha-Wege bei minus 15 Grad durch ein bestreiktes Berlin zum Olympiastützpunkt und an Momente, in denen sie nicht wusste, ob ihre Schulter jemals wieder vollständig belastbar sein würde. Am Ende stand das Comeback in Rom – gekrönt von einem Pokalsieg und dem Gefühl, einfach dankbar zu sein, wieder auf dem Feld zu stehen.
Vier Monate China: Sprachbarrieren, Luxushotel und Weihnachten ohne Feier
Eine der ungewöhnlichsten Stationen ihrer Karriere führte Jatzko nach Chengdu. Nach der Insolvenz ihres ursprünglichen Vereins in Frankreich erhielt sie eine Kurzzeit-Verpflichtung in China. Im Podcast berichtet sie von Sprachbarrieren trotz Dolmetscherin, einem Hotelzimmer, das eher einer Suite glich, und Weihnachten sowie Silvester ohne jede Feier.
Auch ihre türkischen Wurzeln spielen im Gespräch eine Rolle. Bei der Europameisterschaft in der Türkei kam für sie einiges zusammen: Ihr Vater ist Türke, sie selbst also halb Türkin. Ein Spiel in Istanbul gehört zu ihren großen Zukunftswünschen – am liebsten direkt am Bosporus.
Warum laute Trainer bei ihr nicht funktionieren
Auch abseits des Spielfelds gibt Jatzko persönliche Einblicke. Bei der Frage nach Kommunikation erklärt sie, warum sie eine ruhige Ansprache braucht und mit Trainern, die laut werden, grundsätzlich nichts anfangen kann.
Stattdessen helfen ihr ein Notizbuch für ihre Gedanken, offene Gespräche mit engen Vertrauten und die Erfahrung, dass auf schlechte Phasen im Sport fast immer wieder bessere folgen.
Im Schnellfeuer-Fragenteil verrät Jatzko außerdem, warum sie lieber abends als morgens trainiert, weshalb sie Instagram und TikTok wenig abgewinnen kann und wen sie sich als nächsten Podcast-Gast wünscht.
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Hier geht’s zum Video-Podcast mit Romy Jatzko:




