Frankreich und Belgien trennen sich von ihren Nationaltrainern

Cesar Hernandez Gonzalez volleyball coach france

Die französische Frauen-Nationalmannschaft und die belgischen Männer stehen vor einem Trainerwechsel. Während Frankreich nach einer schwierigen Saison 2026 auf einen Neuanfang setzt, endet in Belgien die Zusammenarbeit mit Emanuele Zanini nach fünf Jahren.

Hernandez muss in Frankreich gehen

Cesar Hernandez Gonzalez ist nicht länger Trainer der französischen Frauen-Nationalmannschaft. Wie der französische Volleyballverband bestätigte, wird der auslaufende Vertrag des Spaniers nicht verlängert. Die Entscheidung fiel nach einer umfassenden Analyse der Saison 2026 durch die Verantwortlichen des Verbandes.

Hernandez hatte das Amt vor zwei Jahren übernommen und insbesondere in seiner ersten Saison für positive Schlagzeilen gesorgt. 2025 führte er Frankreich bis ins Viertelfinale der Frauen-Weltmeisterschaft. An diese Leistungen konnte die Mannschaft in diesem Jahr allerdings nicht anknüpfen.

In der Volleyball Nations League (VNL) entging Frankreich nur knapp dem Abstieg. Bei der Europameisterschaft war bereits im Achtelfinale gegen Griechenland Schluss. Zwar zeigte das Team in der Vorrunde vielversprechende Ansätze, insgesamt blieben die Ergebnisse jedoch hinter den Erwartungen zurück.

Für die Nachfolge laufen bereits Gespräche mit möglichen Kandidaten. Eine Entscheidung soll in den kommenden Wochen fallen.

Frankreich ist bereits für die Weltmeisterschaft 2027 qualifiziert. Bis dahin soll die Mannschaft wieder an Stabilität gewinnen. Darüber hinaus will der Verband die Regenerationszeiten der Spielerinnen und Maßnahmen zur Verletzungsprävention überprüfen. Hintergrund sind die hohen Belastungen durch den engen Übergang zwischen nationaler Liga und internationalen Wettbewerben.

Hernandez war während seiner Amtszeit parallel auch im Vereinsvolleyball tätig. In der Saison 2025/26 trainierte er den polnischen Klub DevelopRes Rzeszów, von dem er im Februar 2026 entlassen wurde. Für die kommende Saison hat er bereits bei LOVB Minnesota unterschrieben.

Belgien und Zanini beenden Zusammenarbeit nach fünf Jahren

Auch die belgische Männer-Nationalmannschaft bekommt einen neuen Trainer. Nach fünf Jahren endet die Zusammenarbeit zwischen Emanuele Zanini und den Red Dragons. Wie der belgische Volleyballverband Topvolley Belgium mitteilte, konnten sich beide Seiten trotz konstruktiver Gespräche nicht auf eine Fortsetzung der Zusammenarbeit verständigen.

Emanuele Zanini ist nicht mehr Belgiens Trainer.
Emanuele Zanini ist nicht mehr Belgiens Nationaltrainer. Foto: CEV

Der Verband würdigte Zaninis sportliche Erfolge, die von ihm etablierten Standards und die Entwicklung der Mannschaft. Darüber hinaus habe der Italiener die Identität und Mentalität des Teams nachhaltig geprägt. Nach fünf intensiven und erfolgreichen Jahren sei das Vertragsende der richtige Zeitpunkt, um ein neues Kapitel aufzuschlagen.

Zanini hatte die belgische Nationalmannschaft 2022 übernommen, als sie in der Weltrangliste des Weltverbandes FIVB auf Platz 28 stand. Unter seiner Leitung verbesserten sich die Red Dragons bis auf Rang 15 und etablierten sich wieder stärker im internationalen Volleyball.

2023 verpasste Belgien die Qualifikation für die Olympischen Spiele nur um einen Punkt. Bei der Weltmeisterschaft 2025 erreichte das Team den siebten Platz. 2026 feierten die Red Dragons ihre Premiere in der Volleyball Nations League (VNL) und sicherten sich die Teilnahme an der Ausgabe 2027. Bei der jüngsten Europameisterschaft belegte Belgien Rang sechs.

Topvolley Belgium will nun mit der Suche nach einem neuen Nationaltrainer beginnen.

Folge Volleyball Insider auf den sozialen Kanälen, um keine News zu verpassen:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Nach oben scrollen