Ex-USC-Trainerin Lisa Thomsen an Brustkrebs erkrankt

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Die ehemalige Trainerin des USC Münster, Lisa Thomsen, hat ihre Brustkrebsdiagnose öffentlich gemacht. In einem Instagram-Video berichtet die 40-Jährige von ihrer Erkrankung und möchte Frauen dazu ermutigen, Veränderungen am eigenen Körper ernst zu nehmen und ärztlich abklären zu lassen.

„Vor einigen Monaten habe ich selbst einen Knoten in meiner Brust ertastet. Was folgte, war eine Diagnose, mit der ich mit 40 Jahren niemals gerechnet hätte: Brustkrebs“, schreibt Thomsen in ihrem Beitrag auf Instagram.

„Es hat mir total den Boden unter den Füßen weggezogen“

Die Diagnose sei für die ehemalige Volleyballtrainerin ein schwerer Einschnitt gewesen. Im Video beschreibt sie, wie sehr sie die Nachricht getroffen habe: Ihr habe die Diagnose „total den Boden unter den Füßen weggezogen“.

Seither musste sich Thomsen zahlreichen Untersuchungen und einer Operation unterziehen. Zudem nimmt sie weiterhin Medikamente.

Besonders die Häufigkeit der Erkrankung beschäftigt sie. Eine von acht Frauen erhält im Laufe ihres Lebens die Diagnose Brustkrebs. Angesichts der vielen Frauen, mit denen sie im Laufe ihrer Karriere zusammengearbeitet hat, empfindet Thomsen diese Zahl als unfassbar hoch.

Appell zur Früherkennung

Im Brustkrebsmonat Oktober möchte Thomsen ihre Geschichte nutzen, um auf die Bedeutung der Früherkennung aufmerksam zu machen. Sie ist froh, den Knoten selbst ertastet und ernst genommen zu haben.

„Kennt euren Körper. Nehmt Veränderungen ernst. Und lasst Auffälligkeiten ärztlich abklären“, appelliert sie an ihre Followerinnen und Follower.

Dabei gehe es ihr nicht darum, dass ihre Erkrankung sie definiere, sondern darum, andere Menschen für das Thema zu sensibilisieren. Wenn ihr Video auch nur einen Menschen dazu bewege, genauer hinzuschauen oder einen aufgeschobenen Arzttermin wahrzunehmen, habe es seinen Zweck erfüllt.

Volleyballfamilie musste bereits Abschied nehmen

Auch die Volleyballszene musste in diesem Jahr mit einer Brustkrebserkrankung und ihren Folgen umgehen. Anne Krohn, die ebenfalls an Brustkrebs erkrankt war und lange gegen die Krankheit kämpfte, ist im Juli im Alter von 42 Jahren verstorben.

Mit ihrer Offenheit setzt Lisa Thomsen nun ein Zeichen für mehr Aufmerksamkeit und einen bewussten Umgang mit der eigenen Gesundheit. Ihre Botschaft ist klar: Veränderungen sollten nicht ignoriert, sondern ernst genommen und medizinisch abgeklärt werden.

Der Oktober gilt weltweit als Brustkrebsmonat und soll das Bewusstsein für die Erkrankung stärken, über Vorsorge und Früherkennung informieren und Betroffene unterstützen.

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