Der Weg zu den Paralympics 2028 in Los Angelas führt für die Sitzvolleyballerinnen und Sitzvolleyballer über Leipzig. Denn von europäischen Dachverband ParaVolley Europe erhielt der Deutsche Behindertensportbund und die sächsische Stadt den Zuschlag für die Austragung der Europameisterschaften 2027. Nach zwölf Jahren ist Deutschland damit wieder Gastgeber einer solchen EM.
Vom 21. August bis zum 28. August 2027 wird Leipzig der Hotspot des europäischen Sitzvolleyballs. Sitzvolleyball gehört laut Branko Mihorko, Präsident von ParaVolley Europe, „zu den am dynamischsten wachsenden Para Sportarten Europas“. Das zeigt sich auch daran, dass erstmals zwölf Frauen- und zwölf Männermannschaften an einem Ort ihren kontinentalen Meister krönen werden.
Die Vergabe erfolgte am 8. September, einem historischen Datum für den deutschen Sitzvolleyball. 2012 gewannen die deutschen Männer an diesen Tag mit Bronze die bisher letzte Paralympics-Medaille in dieser Sportart. Mit dabei als Spieler war Christoph Herzog, der heutige Herren-Bundestrainer. Er bezeichnet diesen Erfolg als einen der „prägendsten Momenten unserer Sportart“.
Die EM in seiner Heimatstadt erwartet er mit großer Vorfreude und hofft, die zusätzliche Motivation durch das Heimpublikum in die Qualifikation für die Paralympics ummünzen zu können. Für Marc Möllmann vom Deutschen Behinderten Sportbund ist die Ausrichtung eine große Chance. Man möchte einerseits Reichweite schaffen und anderseits die EM auch zur „Gewinnung neuer Aktiver, Trainerinnen und Trainer sowie Unterstützer nutzen.“
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