29. Mai 2024

Mit News aus dem deutschen Volleyball.

CEV

Wie viel Volleyball Clubs in der Champions League „verdienen“

Der VfB Friedrichshafen und die Berlin Recycling Volleys haben es geschafft – sie haben das Viertelfinale der Volleyball Champions League erreicht. Dann müste doch eigentlich die Kasse klingeln. Aber ist das so? Was finanziell bei einem Volleyball Club in der höchsten europäischen Spielklasse hängen bleibt, liest du hier.

Wer legt das Preisgeld fest?

Die „CEV Champions League Volley“ wird vom Europäischen Volleyball-Verband organisiert, der CEV. Das Preisgeld legt dementsprechend das „Board of Administration“ fest, welches sich weitestgehend aus den Präsidenten der nationalen Verbände zusammensetzt, wie z. B. mit René Hecht (Präsident vom DVV).

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Wie hoch ist das Preisgeld?

Die Höhe des Preisgelds hängt von der jeweiligen Runde ab und wird bei den Herren als auch bei den Damen in gleichen Teilen ausgeschüttet:

1. Platz: 500.000 Euro
2. Platz: 250.000 Euro
3. Platz: 125.000 Euro
Halbfinal-Sieg: 20.000 Euro
Halbfinal-Niederlage: 10.000 Euro
Viertelfinal-Sieg: 12.000 Euro
Viertelfinal-Niederlage: 6.000 Euro
Playoff-Spiel-Sieg: 10.000 Euro
Playoff-Spiel-Niederlage: 5.000 Euro
Sieger 4. Runde: 10.000 Euro
Verlierer 4. Runde: 5.000 Euro
Sieger 3. Runde: 6.000 Euro
Verlierer 3. Runde: 3.000 Euro
Sieger 2. Runde: 4.000 Euro
Verlierer 2. Runde: 3.000 Euro
Sieger 1. Runde: 3.000 Euro
Verlierer 1. Runde: 2.000 Euro

Welche Kosten stehen dem gegenüber?

Auf den ersten Blick scheinen die ersten drei Plätze ziemlich gut honoriert zu werden. Danach sieht es aber ziemlich dünn aus. Stellt man Kosten für Reisen, Unterkunft, Verpflegung und Mietkosten der Arenen gegenüber, scheint eine Teilnahme an der CL ein Verlustgeschäft zu sein. Auch für das Challenge-System müssen die Vereine selbst aufkommen (Anschaffung bis zu 150.000 Euro). Wenn man dann noch die Personalkosten bedenkt, welche man für ein konkurrenzfähiges Team braucht, um den Titel tatsächlich zu gewinnen, scheint selbst das sich nicht zu rechnen. Jedoch kann über das Ticketing oder weitere Möglichkeiten der Vermarktung ein finanzieller Verlust eingedämmt werden.

Fazit

Es lässt sich feststellen, dass es sich rein um ein Prestige-Wettbewerb handelt und die Clubs hier keine wirtschaftlichen Interessen verfolgen. Das erklärt auch, weshalb so viele deutsche Teams gar nicht erst an europäischen Wettbewerben teilnehmen, obwohl sie sich sportlich dafür qualifizieren. Nur dieses Jahr lässt sich eine höhere Teilnahme feststellen, da russische Teams nicht am Wettbewerb teilnehmen dürfen und die Reisekosten daher etwas überschaubarer sind.

Erfahre hier, wie viel ein Volleyballprofi verdient!

Bildquelle: CEV

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