Johannes Tille fällt für den Rest der EM aus

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Die deutsche Nationalmannschaft muss für den Rest der Europameisterschaft auf Zuspieler Johannes Tille verzichten. Der 28-Jährige hat sich einen Mittelfußknochen gebrochen und ist am Donnerstag bereits nach Deutschland zurückgeflogen.

Wann genau sich Tille die Verletzung zugezogen hat, lässt sich nicht eindeutig feststellen. Vermutet wird, dass sie im letzten Gruppenspiel gegen Frankreich entstanden ist.

Die Verletzung zwingt den Zuspieler zu einer voraussichtlichen Pause von sechs bis acht Wochen, weshalb auch ein rascher Übergang in die Clubsaison nicht möglich sein wird.

„Es tut mir leid für die Jungs, dass ich sie nicht weiter unterstützen kann. Ich hatte das Gefühl, dass wir richtig im Groove waren, aber ich bin mir sicher, dass die Jungs bei dieser EM noch Großes leisten können“, sagt Tille.

Kein Ersatz für Tille

Besonders bitter: Einen weiteren Spieler kann Bundestrainer Massimo Botti nicht mehr nachnominieren. Bereits nach dem Ausfall von Moritz Karlitzek war Libero Lenny Graven in den Kader gerückt. Eine weitere Nachnominierung ist nicht möglich.

Damit steht im Achtelfinale gegen Bulgarien mit Jan Zimmermann nur noch ein nomineller Zuspieler zur Verfügung.

Wie wichtig Tille für das deutsche Spiel ist, wurde bereits gegen Rumänien deutlich. Wegen Fiebers musste der Zuspieler dort pausieren, Zimmermann übernahm. Deutschland gewann zwar die ersten beiden Sätze, musste am Ende aber in den Tie-Break und konnte die Partie erst dort für sich entscheiden.

Allerdings wäre es zu einfach, die Schwierigkeiten ausschließlich am fehlenden Tille festzumachen. Auch mit dem 28-Jährigen lief längst nicht alles rund. Gegen Frankreich kassierte die deutsche Mannschaft im letzten Gruppenspiel eine deutliche Niederlage und blieb über weite Strecken chancenlos.

Gegen Bulgarien muss alles stimmen

Das Achtelfinale wird durch Tilles Ausfall dennoch nicht einfacher. Deutschland trifft aber auf eine bulgarische Mannschaft, die zuletzt gezeigt hat, dass sie durchaus verwundbar ist. Gegen die Ukraine musste Bulgarien schließlich bereits eine Niederlage hinnehmen.

Daher bietet sich Deutschland am Samstag (18 Uhr live auf sporteurope.tv) die Chance, zu zeigen, dass die Mannschaft nicht von einzelnen Spielern abhängig ist.

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