Beachvolleyball Regeln und Übertragungszeiten erklärt

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Beachvolleyball fasziniert weltweit Millionen von Fans, und das nicht ohne Grund: Beim Halbfinale der Frauen bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro verfolgten 8,52 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer in Deutschland das Match zwischen Ludwig/Walkenhorst und den Brasilianerinnen Talita und Larissa. Wer die Regeln kennt, genießt das Spiel noch mehr. Deshalb findest du hier alles Wissenswerte kompakt und direkt auf den Punkt gebracht.

Spielfeld, Aufbau und grundlegende Beachvolleyball-Regeln

Das Spielfeld misst 16 mal 8 Meter, aufgeteilt in zwei Hälften à 8 mal 8 Meter. Der Sand muss mindestens 40 Zentimeter tief sein und darf keine Gegenstände enthalten. Die Linien gehören zum Feld und sind 5 bis 8 Zentimeter breit. Die Netzhöhe beträgt 2,43 Meter für Männer und 2,24 Meter für Frauen. Jede Mannschaft besteht aus genau zwei Spielern.

Gespielt wird im Best-of-Three-Modus: Die ersten beiden Sätze gehen bis 21 Punkte, der mögliche dritte Satz bis 15 Punkte. Für den Satzsieg braucht man mindestens zwei Punkte Vorsprung. Der Seitenwechsel erfolgt nach jedem siebten gespielten Punkt, im dritten Satz bereits nach fünf. Zwischen den Sätzen gibt es eine einminütige Pause.

Das Punktesystem folgt dem Rally-Point-Prinzip: Jeder Ballwechsel bringt einen Punkt, egal welches Team aufschlägt. Der Aufschlag wird hinter der Grundlinie ausgeführt, das Übertreten ist ein Fehler. Das Blockieren des gegnerischen Aufschlags ist verboten, und der Ball darf nur einmal angeworfen werden. Wichtig: Wer einen Punkt macht, behält den Aufschlag.

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Die Ballberührungsregeln sind klar strukturiert :

  • Maximal drei Kontakte pro Mannschaft vor dem Netzübergang
  • Der Blockkontakt zählt als erster Ballkontakt
  • Beide Spieler müssen abwechselnd den Ball berühren
  • Doppelberührung nur erlaubt, wenn unbeabsichtigt in derselben Aktion
  • Nach einem Block darf der blockende Spieler den Ball ein zweites Mal berühren

Beim oberen Zuspiel (Pritschen) verlangt das Regelwerk besondere Sorgfalt: Der Ball darf nur rechtwinklig zur Schulterachse gespielt werden, also gerade nach vorne oder hinten, nie zur Seite. Das Legen mit offener Hand gilt als technischer Fehler. Ein Spieler, der versucht, einen hart geschlagenen Ball mit schalenförmig gehaltenen Handflächen zu spielen, kann ein kurzes Führen gestattet bekommen, sofern die Bewegung aktiv durch Armstreckung erfolgt. Ein Aufschlag zählt ausdrücklich nicht als harter Angriffsschlag.

Spielregeln zu Netz, Block, Sanktionen und Videoschiedsrichter

Das Netz darf von Spielern nicht berührt werden, solange sie aktiv am Spiel beteiligt sind. Beim Blocken darf ein Spieler über das Netz greifen, solange er den Ball nicht vor dem Angreifer berührt. Das Berühren des Netzes beim Block ist ein klarer Fehler. Der Ball selbst darf das Netz berühren, das ist kein Vergehen.

Jede Mannschaft hat pro Satz eine Auszeit von 30 Sekunden. Bei nationalen und internationalen Turnieren kommt nach 21 gespielten Punkten eine technische Auszeit von 60 Sekunden hinzu, jedoch nicht im dritten Satz. Bei Verletzung bekommt ein Spieler fünf Minuten Wiederherstellungszeit. Muss ein Spiel länger als vier Stunden unterbrochen werden, wird es komplett wiederholt.

Der Videobeweis wurde von der FIVB bei den Olympischen Spielen 2016 eingeführt, das aktualisierte Regelwerk erschien Anfang 2018. Jedes Team kann pro Satz mindestens zweimal eine Überprüfung beantragen. Überprüft werden können : ob der Ball im Feld war, Blockberührungen, Netzkontakte, ein Ball an der Antenne und das Übertreten der Grundlinie.

Übertragungszeiten der deutschen Meisterschaften 2026 und internationale Wettbewerbe

Die Finals der Deutschen Vereinsmeisterschaften Beachvolleyball finden 2026 auf dem Hannover Opernplatz statt, vom 23. bis 26. Juli. Ab diesem Jahr werden die deutschen Meisterschaften dauerhaft in Dortmund ausgetragen. Beim Vereinsmodus bleibt jede Mannschaft so lange im Turnier, bis sie zweimal verloren hat (Double-Elimination-Modus). Teams bestehen aus vier Spielern, gespielt wird zwei gegen zwei, wobei alle eingesetzt werden müssen. Bei einem 1 :1-Stand entscheidet ein Golden Set vier gegen vier bis 21 Punkte.

International läuft Beachvolleyball seit 1996 bei den Olympischen Spielen. Die Weltmeisterschaft findet alle zwei Jahre statt, erstmals 1997 in Los Angeles. Die wichtigsten Wettbewerbe sind die Volleyball World Beach Pro Tour, Weltmeisterschaften, Europameisterschaften und Olympische Spiele. Für Schweizer Fans organisiert Swiss Volley seit 1992 nationale Meisterschaften, seit 1996 mit Bern als festem Austragungsort. Laura Ludwig gewann zehnmal die Auszeichnung als Beachvolleyballerin des Jahres und bleibt das Maß aller Dinge im deutschen Sand.

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