
Massimo Botti wird neuer Bundestrainer der deutschen Volleyball-Nationalmannschaft der Männer. Der 52-jährige Italiener unterschreibt beim Deutschen Volleyball-Verband einen Vertrag bis 2028 und tritt damit die Nachfolge von Michał Winiarski an, der im November nach vier Jahren aus persönlichen Gründen zurückgetreten war.
„Massimo ist zwar noch ein vergleichsweise junger Trainer, hat aber bereits in unterschiedlichen Teams und Ländern bewiesen, dass er Mannschaften erfolgreich führen kann“, erklärt DVV-Chef-Bundestrainer Christian Dünnes. Aktuell steht Botti noch bei Asseco Resovia Rzeszów in der polnischen PlusLiga unter Vertrag, wo sein Team derzeit auf Rang sechs liegt.
In der Vorsaison führte er LUK Lublin sogar zur polnischen Meisterschaft, wo er Ex-Bundestrainer Michal Winiarski mit Warta Zawiercie nach vier Spielen besiegen konnte. Zuvor gelang ihm mit Piacenza der Aufstieg in die erste italienische Liga, zudem gewann er einmal den italienischen Pokal sowie Bronze im CEV Cup.
Die Arbeit mit einer Nationalmannschaft ist für den Italiener dennoch Neuland – ein Punkt, den Dünnes ausdrücklich positiv bewertet: „Er hat noch keine Nationalmannschaft trainiert, aber genau das macht seine Motivation, mit Deutschland erfolgreich zu sein, umso größer.“
Auch Botti selbst blickt mit Vorfreude auf die neue Aufgabe: „Die deutsche Mannschaft hat sehr viel Potenzial, gleichzeitig ist es eine große Herausforderung. Wir haben nun drei Jahre Zeit, uns kontinuierlich zu verbessern und das Beste aus den Spielern herauszuholen.“
Mit der Europameisterschaft im kommenden Sommer steht direkt das erste große Turnier an. Dort könnte der neue Bundestrainer auch Spieler wie Linus Weber wieder integrieren, die zuletzt keine Rolle mehr im Nationalteam spielten. Klar ist aber auch: „Wir müssen zuerst eine klare Identität entwickeln – mit Spielern, die an dieses Projekt glauben und voll dahinterstehen“, so Botti.
Eine Vollzeitstelle gibt es für den Italiener nicht, wie der DVV auf Instagram bestätigte. Botti steht ohnehin noch bis 2027 bei Rzeszów unter Vertrag.
Auch beim Trainerteam sind noch Entscheidungen offen. Ob die Zusammenarbeit mit Co-Trainer Thomas Ranner fortgesetzt wird, ist derzeit unklar. Botti ist allerdings nicht dafür bekannt, mit einem festen Stab zu arbeiten – eine Fortführung wäre dennoch denkbar.
Bereits am heutigen Freitag trifft der neue Bundestrainer mit Resovia Rzeszów auf Danzig – und damit auf einen seiner zukünftigen Schützlinge Tobias Brand. Die Partie wird ab 17:30 Uhr kostenfrei auf YouTube übertragen. Am 6. Januar trifft er dann mit seinem Team auf die SVG Lüneburg in der CEV Champions League.

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