April, April: Er soll Hanes stoppen – Giesen mit Königstransfer aus Lüneburg
Von Jonathan Rott
Einige Wochen ist es her, als Jake Hanes, der Diagonalangreifer in Diensten der BR Volleys, emotional über die Stränge schlug und mit seinen verbalen Entgleisungen in Richtung Schiedsgericht und Lüneburger Zuschauerschaft für Schlagzeilen sorgte.
In Bezug auf den Ausraster des polarisierenden Superstars aus Berlin äußerte sich sogar Toni Bonelli im Talk-Format auf Twitch wie folgt: „Wenn man das weiß, dann wird man das immer versuchen zu triggern, immer!“ Anknüpfend daran lieferte er mit einem Augenzwinkern seine Blaupause gleich mit: „Ich würde zwei Leute bezahlen auf der Tribüne, die nur noch für ne Kiste Bier den Hanes da anmachen.“
Diese lauten Überlegungen des scheidenden Karlsruher Trainers scheinen nun in die Tat umgesetzt zu werden. Als kommender Halbfinalgegner der BR Volleys machen die Helios Grizzlys Giesen wohl Nägel mit Köpfen und verpflichten ausgerechnet jenen Fan, der Hanes so zur Weißglut getrieben hatte.
Aus vereinsnahen Kreisen berichten mehrere voneinander unabhängige Quellen übereinstimmend, dass der Transfer bereits in trockenen Tüchern sei. Für die symbolische Ablösesumme von einem Euro und Freibier bei den verbleibenden Heimspielen der Grizzlys tritt der Hanes-Provokateur die knapp 150km lange Reise aus Lüneburg gen Süden nach Hildesheim an.
In den kommenden Tagen solle der Ex-Lüneburger zunächst noch behutsam an die Mannschaft herangeführt und in die internen Abläufe integriert werden. Das erste Spiel der Halbfinalserie am Wochenende in Berlin könne deshalb noch etwas zu früh kommen, spätestens beim ersten Heimspiel der Grizzlys am 9. April. solle der Mann, der Hanes‘ Nervenkostüm überstrapazierte, einsatzbereit sein und seiner Kernkompetenz nachgehen.
Das Einsatzfeld, in welchem der Unruhestifter seine Expertise einbringt, bleibt allerdings im Moment noch völlig unklar. Zurzeit werden seitens des neuen Vereins sämtliche Optionen ergebnisoffen geprüft.
Offiziell ist der Stichler vertragslos, sodass selbst ein Einsatz auf dem Feld in Frage komme. Bei der hohen Anzahl der in diesem Jahr bereits getätigten Nachverpflichtungen und eingesetzten Spielern komme es auf die eine weitere Personalie ohnehin nicht mehr an. Deshalb könne eine kurze Einwechslung als Blockverstärkung gegenüber Hanes durchaus im Rahmen des Möglichen sein.
Ursprünglich sei die Position als Bodenwischer angedacht gewesen. Dadurch sei ein regelmäßiges und wiederkehrendes Einwirken des Agent Provocateur in Richtung Berliner Diagonalangreifer gewährleistet. Allerdings habe die auserkorene Giesener Geheimwaffe der Aufenthaltsort in unmittelbarer Nähe zum Schreibertisch große Sorgen bereitet, sodass von diesem Plan abgewichen worden sei.
Unabhängig von der Einbindung des Störenfriedes und seinen Sticheleien kommt es damit jedenfalls schon vor einer möglichen Finalserie zwischen der SVG Lüneburg und den BR Volleys zu einem erneuten Aufeinandertreffen der beiden Akteure. Nach einer Erklärung des Neu-Grizzlys müsse bis dahin allerdings sichergestellt sein, dass das Wiedersehen der beiden Freunde in der Halle erst unmittelbar vor Spielbeginn stattfinde. Ein Treffen bereits draußen vor der Halle bereite dem Giesener Königstransfer großes Unbehagen – aus Gründen.
Update: In Zusammenarbeit mit Jonathan Rott haben wir uns einen kleinen Aprilscherz erlaubt. Giesen hat diesen Fan natürlich nicht verpflichtet, wenn es ihn in dieser Form überhaupt wirklich gegeben hat 😉
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Titelbild: Leon Tonhäuser