Der SSC Palmberg Schwerin bleibt in der Frauen-Bundesliga ungeschlagen. Beim amtierenden Deutschen Meister VfB Suhl LOTTO Thüringen setzte sich das Team von Trainer Felix Koslowski klar mit 3:0 durch. Für eine historische Überraschung sorgte hingegen Schwarz-Weiß Erfurt.
Schwerin lässt Suhl keine Chance
Der amtierende Deutsche Meister VfB Suhl LOTTO Thüringen musste sich SSC Palmberg Schwerin deutlich mit 0:3 geschlagen geben. Nach nur 80 Minuten waren die drei Punkte gesichert.
Vor allem mit druckvollen Aufschlägen und einer stabilen Block-Abwehr setzte Schwerin die Gastgeberinnen unter Druck. Suhl fand nur selten zu einem geordneten Angriffsspiel und konnte auch zwischenzeitliche Aufholjagden nicht nutzen. Statistisch zeigte sich die Überlegenheit unter anderem in der Angriffsquote: Schwerin verwandelte 49 Prozent seiner Angriffe, Suhl kam auf 37 Prozent.
Marije ten Brinke war mit elf Punkten eine der auffälligsten Spielerinnen und erhielt die goldene MVP-Medaille. Auch Devyn Robinson überzeugte mit 14 Punkten, während Kapitänin Anne Hölzig 13 Zähler beisteuerte.
Schwerin steht damit nach fünf Spielen weiterhin ohne Niederlage da. Suhl muss dagegen nach der klaren Heimniederlage den nächsten Rückschlag gegen einen direkten Titelkonkurrenten hinnehmen. Zuletzt gab man sich Allianz MTV Stuttgart mit 1:3 geschlagen.
Erfurt schreibt gegen Dresden Geschichte
Für die größte Überraschung des Spieltags sorgte jedoch Schwarz-Weiß Erfurt. Die Thüringerinnen besiegten den Dresdner SC mit 3:2 (30:28, 19:25, 25:22, 21:25, 15:7) und feierten damit den ersten Bundesliga-Sieg ihrer Vereinsgeschichte gegen den sächsischen Rivalen.
Die Gastgeberinnen starteten mutig und sicherten sich den umkämpften ersten Satz nach mehreren vergebenen Satzbällen auf beiden Seiten mit 30:28. Dresden kämpfte sich zurück und glich zweimal nach Sätzen aus. Doch Erfurt ließ sich auch von den zwischenzeitlichen Rückschlägen nicht aus dem Konzept bringen. Im entscheidenden Tiebreak setzte sich das Team früh auf 9:3 ab und brachte den Vorsprung ins Ziel.
Entscheidend waren der aggressive Aufschlag und die geringe Fehlerquote der Gastgeberinnen. Dresden leistete sich insgesamt 16 Aufschlagfehler, Erfurt nur sieben. Zudem punktete Erfurt im Angriff effizienter: 34 Prozent der Angriffe führten direkt zum Punkt, bei Dresden waren es 39 Prozent – trotz der insgesamt besseren Angriffsquote der Gäste gelang es dem DSC nicht, die entscheidenden Ballwechsel für sich zu entscheiden.
Lina-Marie Lieb war mit 23 Punkten die zweitbeste Scorerin der Partie und wurde zur goldenen MVP gewählt. Dresdens Maia Dvoracek erzielte 27 Punkte und erhielt die silberne Auszeichnung.
Dresden empfängt Suhl zum nächsten Thüringen-Duell
Viel Zeit zum Durchatmen bleibt dem Dresdner SC nicht. Bereits am Samstag, 31. Oktober, steht das nächste Heimspiel an. Dann empfängt Dresden den VfB Suhl LOTTO Thüringen und bekommt damit die Chance, auf die Niederlage in Erfurt zu reagieren. Auch Suhl wird nach dem deutlichen 0:3 gegen Schwerin auf Wiedergutmachung aus sein. Für beide Teams ist das Thüringen-Duell damit eine wichtige Gelegenheit, wieder in die Erfolgsspur zu finden.
Die weiteren Ergebnisse des Spieltages:
- Aachen – Flacht 3:0 (25:22 25:16 25:17)
- Wiesbaden – Hamburg 3:0 (25:16 25:20 25:23)
- Münster – Stuttgart 1:3 (25:21 19:25 17:25 18:25)
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