Der Dresdner SC hat auf den langfristigen Ausfall ihrer Kapitänin Patricia Nestler reagiert und Katerina Georgiadis verpflichtet. Die kanadische Nationalspielerin soll die Lücke auf der Libero-Position schließen. Nestler muss sich unterdessen einer Operation am rechten Knie unterziehen und hat sich öffentlich zu ihrer Verletzung geäußert.
Georgiadis kommt aus Griechenland nach Dresden
Katerina Georgiadis wechselt vom griechischen Erstligisten Aris Thessaloniki nach Dresden und hat einen Vertrag bis zum Ende der Saison 2026/27 unterschrieben.
Die 24-Jährige ist 1,68 Meter groß und gehört als zweite Libera zum Kader der kanadischen A-Nationalmannschaft. Dort sammelte sie unter anderem in der Volleyball Nations League Erfahrungen gegen die internationale Weltspitze. Zu ihren jüngsten Erfolgen zählen der Gewinn der NORCECA Continental Championship 2026 und die Qualifikation für die Olympischen Sommerspiele 2028.
Ob die Kanadierin bereits am kommenden Samstag im Heimspiel gegen die Binder Blaubären TSV Flacht auflaufen kann, ist noch offen. Zunächst muss das Verfahren zur Erteilung ihrer Arbeits- und Aufenthaltsgenehmigung abgeschlossen werden.
Entlastung für Nachwuchsspielerin Schaarschmidt
Nach Nestlers Verletzung musste das 19-jährige Eigengewächs Emilia Schaarschmidt kurzfristig auf der Libero-Position einspringen. Die Nachverpflichtung zeigt, dass Dresden auf dieser Position für den weiteren Saisonverlauf zusätzlichen Handlungsbedarf sieht und die Verantwortung nicht allein der Nachwuchsspielerin überlassen möchte.
Cheftrainer Alexander Waibl lobte den Einsatz der Nachwuchsspielerin: „Ich möchte Emilia an dieser Stelle ein Riesenkompliment machen. Sie hat unter schwierigsten Umständen und gegen starke Gegnerinnen die Nerven bewahrt und eine sehr gute Leistung abgeliefert.“
Auch von der neuen Libera verspricht sich Waibl eine Verstärkung für den Kader. „Kat ist eine Libera, die sich insbesondere mit der kanadischen Nationalmannschaft bereits auf höchstem Niveau beweisen konnte. Sie hat mit und gegen die besten Spielerinnen der Welt gespielt. Diese Erfahrung sollte ihr die Integration in unsere Mannschaft und unsere Spielsysteme erleichtern.“
Nestler wird Anfang November operiert
Patricia Nestler hatte sich beim Bundesliga-Auftakt am 10. Oktober einen Teilriss des vorderen Kreuzbandes im rechten Knie zugezogen. Inzwischen steht der Behandlungsplan fest: Anfang November soll die Kapitänin operiert werden. Anschließend beginnt ihre Rehabilitation. Ihr Saisonaus ist damit besiegelt.
Auf ihrem Instagram-Kanal hat sich Nestler mittlerweile zu ihrer Verletzung geäußert. Die Kapitänin zeigte sich enttäuscht über den Rückschlag, betonte aber zugleich ihre Entschlossenheit: „Es gibt einen Weg, einen Plan, wie ich wieder zurück aufs Feld komme. Davon wird mich niemand abhalten können.“
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Titelbild: Foto: Amelie Jehmlich (Art-n-Photo)




