USC Münster zwischen Verletzungssorgen und historischem Erfolg

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Der USC Münster erlebt wenige Wochen vor dem Saisonstart einen sportlichen Rückschlag, kann gleichzeitig aber einen historischen wirtschaftlichen Erfolg vermelden. Zuspielerin Carla Fuchs fällt nach einer Schulteroperation mehrere Monate aus. Auf der Mitgliederversammlung präsentierte der Verein derweil erstmals seit fast 30 Jahren wieder schwarze Zahlen.

Knapp vier Wochen vor dem Saisonstart muss der USC bereits den zweiten langfristigen Ausfall verkraften. Nachdem Amelie Strothoff aufgrund einer Knieverletzung bis auf Weiteres fehlt, wurde Carla Fuchs am Montag an der linken Schulter operiert. Die 22-Jährige wird voraussichtlich vier bis sechs Monate ausfallen und könnte frühestens Anfang 2027 wieder auf dem Spielfeld stehen.

Fuchs hatte sich die Verletzung bereits vor gut zwei Wochen bei einer Abwehraktion im Training zugezogen. Nach Untersuchungen bei mehreren Spezialisten fiel die Entscheidung für eine Operation, die bereits durchgeführt wurde.

„Ich weiß, ich muss jetzt geduldig sein und meinem Körper die Zeit zur Heilung geben, die er benötigt“, sagt Fuchs. „Aber ich werde auch alles daransetzen, um so schnell wie möglich und noch stärker wieder auf dem Spielfeld zu stehen.“

Für Trainer Matthias Pack ist der Ausfall der Zuspielerin besonders bitter. „Carla hatte sich ihren Platz im Erstligateam verdient. Sie war richtig gut drauf“, sagt Pack. „Mit Amelie und Carla fehlen uns jetzt nicht nur zwei Spielerinnen, sondern auch zwei starke Persönlichkeiten.“

Fuchs wurde erst diese Saison von der zweiten Mannschaft des USC verpflichtet. Zuvor spielte sie beim damaligen Erstligisten VC Neuwied.

USC schreibt erstmals seit 1998 schwarze Zahlen

Während der USC sportlich mit den beiden Ausfällen umgehen muss, gibt es wirtschaftlich Grund zur Freude. Bei der Mitgliederversammlung am Mittwoch präsentierte der Vorstand um Präsident Jürgen Aigner einen Jahresüberschuss von 123.000 Euro. Damit schreibt der USC erstmals seit 1998 wieder schwarze Zahlen. Damals betrug das Plus lediglich 9.000 Euro.

Noch Anfang 2024 hatte der Verein rund 400.000 Euro Verbindlichkeiten, zwischenzeitlich stand sogar eine Insolvenz im Raum. Ein auf fünf Jahre ausgelegter Sanierungsplan sollte den USC bis 2029 entschulden. Dieses Ziel wurde nun drei Jahre früher erreicht. „Der USC hat Historisches erreicht“, sagt Aigner. „Soweit mir bekannt ist, verfügte dieser Verein noch nie über eine solche Summe Eigenkapital.“

Mehr Zuschauer, mehr Sponsoring

Entscheidend für die Entwicklung waren laut Verein eine konsequente Kostenkontrolle, reduzierte Personalkosten, höhere Sponsoringeinnahmen und steigende Zuschauerzahlen. In der vergangenen Saison kamen im Schnitt erstmals seit vielen Jahren mehr als 2.000 Zuschauer zu den Heimspielen am Berg Fidel.

Nun sollen die Strukturen weiter professionalisiert werden. Der USC sucht aktuell ein Geschäftsführung, die den Vorstand künftig entlasten soll. Aigner sowie seine Vizepräsidenten Cornelia Hesse, Manuel Wiemann, Sven Adrian und Dr. Christian Klöver wurden derweil für zwei weitere Jahre im Amt bestätigt.

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