Neue Beach-Duos: Louisa Lippmann trennt sich von Linda Bock

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Nach rund anderthalb Jahren gehen Louisa Lippmann und Linda Bock im Beachvolleyball getrennte Wege. Der Deutsche Volleyball-Verband stellte gleich zwei neue Nationalteams zusammen: Künftig bildet Lippmann ein Duo mit Melanie Paul, während Linda Bock gemeinsam mit Lea Kunst an den Start gehen wird.

Die Trennung kommt durchaus überraschend. Bock und Lippmann feierten 2025 mit dem Challenge-Turnier in Baden ihren bislang größten gemeinsamen Erfolg und holten dort ihre erste internationale Goldmedaille. Zudem etablierte sich das Duo auf der Beach Pro Tour und sammelte wichtige Erfahrungen auf dem Weg in Richtung Weltspitze.

In dieser Saison blieben die sportlichen Ergebnisse jedoch hinter den eigenen Erwartungen zurück. Sowohl beim Elite-Turnier in Gstaad als auch in Ostrava scheiterte das Team, wenn auch knapp mit 1:2 nach Sätzen und 13:15 im Tie-Break, bereits an der Qualifikation für das Hauptfeld. Gemeinsam mit dem Trainerteam fiel deshalb die Entscheidung, die Partnerschaft zu beenden.

Olympia 2028 als großes Ziel

Für Louisa Lippmann beginnt damit ein neues Kapitel an der Seite von Melanie Paul. Beide verfolgen ein klares Ziel: die Qualifikation für die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles.

„Für mich war jetzt der Zeitpunkt gekommen, eine sportliche Entscheidung mit Blick auf mein großes Ziel Olympia 2028 zu treffen“, erklärt Lippmann. Gleichzeitig betont sie, dass die Trennung von Linda Bock im Guten erfolgt sei.

Lea Kunst und Melanie Paul gehen zukünftig getrennte Wege
Lea Kunst und Melanie Paul gehen zukünftig getrennte Wege. Foto: Volleyball World

Auch Melanie Paul blickt optimistisch auf die neue Zusammenarbeit: „Louisa hat sich in kurzer Zeit beeindruckend im Beach-Volleyball entwickelt. Wir wollen uns Schritt für Schritt weiterentwickeln und uns mit den besten Mannschaften der Welt messen.“

Bock und Kunst bilden zweites Nationalteam

Durch den Wechsel von Lippmann endet gleichzeitig auch die Zusammenarbeit zwischen Melanie Paul und Lea Kunst. Das Duo spielte seit 2024 zusammen und feierte mehrere Erfolge, darunter vier Turniersiege auf der German Beach Tour, einen dritten Platz auf der Beach Pro Tour sowie Rang neun bei der Weltmeisterschaft.

Nun schlägt Lea Kunst künftig gemeinsam mit Linda Bock auf. Zunächst ist die Zusammenarbeit bis zur Deutschen Meisterschaft Ende August geplant. „Louisa hat mir den Einstieg in den Beach-Volleyball enorm erleichtert und wir haben viele besondere Momente erlebt. Jetzt freue ich mich auf die neue Herausforderung und darauf, gemeinsam mit Lea den nächsten Schritt in meiner Entwicklung zu gehen“, sagt Bock.

Die beiden neu formierten Teams sollen bereits in den kommenden Wochen auf internationaler Ebene antreten. Als erste große Bewährungsprobe gilt die Europameisterschaft im August in Polen, ehe anschließend die Deutschen Meisterschaften in Dortmund auf dem Programm stehen.

Verletzung von Wickler sorgt für weitere Rochaden

Die länger als erwartet andauernde Schulterverletzung von Clemens Wickler hat auch im Männerbereich für einige Veränderungen bei den Teamkonstellationen gesorgt. Nils Ehlers tritt derzeit gemeinsam mit Lui Wüst an. Das neu formierte Duo gewann zwar den ersten Stopp der German Beach Tour in München, dass jedoch nur möglich war, da man zuvor an der Qualifikation in Gstaad scheiterte.

Durch den Wechsel musste Wüsts bisheriger Partner Max Just kurzfristig mit Kalle Pieper zusammenspielen. Das Duo ist auch für den zweiten GBT-Stopp in München gemeldet. Beim anschließenden Elite16-Turnier in Rio de Janeiro ist Just dagegen gemeinsam mit Thilo Rietschel gemeldet.

Auch Hennes Nissen musste sich neu orientieren. Nachdem sein ursprünglicher Partner Pieper mit Just spielte, war Nissen in München mit Julian Hikel gemeldet. Die gemeinsamen Punkte reichten jedoch nicht mal für eine Teilnahme an der Qualifikation. Beim zweiten Turnier in München könnte Nissen nun mit Manuel Harms antreten. Allerdings droht dort dasselbe Schicksal, da die vergebenen Wildcards an Hammerberg/Berger sowie die Franzosen Chouikh-Barbez/Genevieve-Gardoque das Teilnehmerfeld nicht kleiner machen.

Bei den Frauen blieb eine vergleichbare Kettenreaktion nach der Trennung von Louisa Lippmann und Linda Bock aus. Bereits zuvor hatte sich Sandra Ittlinger für einen Wechsel entschieden und greift künftig mit Kim Van de Velde die Qualifikation für die Olympischen Spiele 2028 an. Anna-Lena Grüne bildet inzwischen ein Team mit Janne Uhl. Beide Duos sind für den zweiten Stopp der German Beach Tour in München gemeldet.

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